Lexikon
Bermudadreieck
ZurückWo ist das Bermudadreieck?
Als Bermudadreieck bezeichnet man ein Gebiet im Atlantik. Das liegt zwischen der Südspitze von Florida (USA), Puerto Rico (USA) und den Bermudainseln. Es ist ein Seegebiet und liegt nördlich von der Karibik.
In diesem Dreieck soll es angeblich immer wieder zum mysteriösen Verschwinden von Schiffen und Flugzeugen kommen. Auch zu Unglücken soll es dort mehr als anderswo gekommen sein. Daher nennt man das Bermuda-Dreieck auch manchmal Teufelsdreieck.
Hierbei handelt es sich jedoch um eine “moderne Sage”. Sie entstand in den 1950er Jahren. Man hat aber keine Anhaltspunkte gefunden, dass dort etwas “Übernatürliches” passiert. Hingegen sind dort wohl einfach Schiffe im Sturm gesunken wie anderswo auch.
Die angeblichen, rätselhaften Vorkommnisse haben allerdings viele Autoren oder Filmemacher bewogen, sich mit dem Bermudadreieck zu beschäftigen. Angeheizt wurde das Interesse noch einmal besonders nach dem Erscheinen des Buches “The Bermuda Triangle”, wie das Bermudadreieck auf Englisch heißt. Charles Berlitz veröffentlichte es 1974, auf Deutsch erschien das Buch 1977.
Das Bermudadreieck
Immer wieder tauchen in Büchern Listen angeblich verschwundener Schiffe und Flugzeuge auf. Entweder sind in den Geschichten die ganzen Schiffe spurlos verschwunden oder die Mannschaft ist weg und Schiffe treiben als Geisterschiffe umher. Als Gründe für diese Phänomene sehen die Autoren zum Beispiel den Einfluss von Außerirdischen oder dass unter dem Bermudadreieck das sagenhafte Atlantis liegen soll.
Ein berühmtes Beispiel für ein “Verschwinden” von Flugzeugen ist Flug 19. Im Dezember 1945 starteten in Florida fünf US-Kampfflugzeuge zu einem Trainingsflug. Sie verloren offensichtlich die Orientierung und verirrten sich. Vermutlich ging ihnen dann der Treibstoff aus. Es herrschte Sturm, sodass ein Notwassern wohl schief ging. Auch ein Suchflugzeug, ein Flugboot, verschwand, allerdings außerhalb des Bermudadreiecks. Wahrscheinlich explodierte es, denn man fand hier eine Öllache.
1980 räumte der Amerikaner Lawrence Kusche mit den Mutmaßungen auf. Er erklärte in seinem Sachbuch “Die Rätsel des Bermudadreiecks sind gelöst!”, dass im Bermudadreieck nicht mehr Schiffe oder Flugzeuge verschwinden als anderswo und dass Unfälle, die dort passierten, eben nicht unerklärlich sind.