Lexikon
Bermuda
ZurückBermuda - Inseln im Atlantik
Bermuda ist der Name einer Inselgruppe im Atlantik. Zu Bermuda gehören rund 180 kleine Inseln, die Bermuda-Inseln. Sie liegen etwa 1000 Kilometer östlich von der US-amerikanischen Küste. Sie sind ein britisches Überseegebiet. Sie sind bekannt für ihre rosa Sandstrände, türkisfarbenes Wasser und Korallenriffe. Bermuda ist außerdem namensgebend für das Bermudadreieck, einem Gebiet zwischen Bermuda, Florida und Puerto Rico, wo angeblich immer wieder Schiffe und Flugzeuge verschwanden.
Die Bermuda-Inseln liegen auf einem erloschenen Vulkan. Sie sind Koralleninseln. Aus Kalk bauen Korallen solche Riffs auf. Von den 180 Inseln sind nur 20 bewohnt.
Die größte Insel heißt Grand Bermuda und wird manchmal kurz auch als Bermuda bezeichnet. Sie hat eine Größe von 39,3 Quadratkilometern. Sie hat die Form eines Angelhakens. Sie ist 19 Kilometer lang, aber maximal 2 Kilometer breit. Auf ihr liegt auch die Hauptstadt von Bermuda. Sie heißt Hamilton. Dort leben aber nur etwa 1000 Menschen.
Größere Inseln sind außerdem noch Somerset Island (eine Fortsetzung des Angelhakens im Westen) sowie Saint George's Island und Saint David's Island (im Osten). Auf der Karte der Bermudas kannst du sie alle finden.
Insgesamt hat Bermuda etwa 73.000 Einwohner. Etwas mehr als die Hälfte (52 Prozent) hat afrikanische Vorfahren. Sie wurden als Sklaven aus Afrika hierhergebracht, um für die Weißen zu arbeiten. Weiße machen heute rund 31 Prozent der Einwohner aus und stammen meist von Briten ab. Auch Portugiesen sind hierhergezogen.
Das Klima hier ist subtropisch. Im September kann es zu Hurrikanen kommen. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt bei 22,4 Grad. April ist der trockenste Monat. Der meiste Regen fällt zwischen August und Oktober.
Wie kamen die Bermudas zu ihrem Namen?
Benannt wurden die Bermuda-Inseln nach einem spanischen Seefahrer: Juan de Bermúdez. Er hatte schon mit Kolumbus 1492 Amerika “entdeckt”. Dann kam er 1503 (oder 1505) an den Bermuda-Inseln vorbei, als er von Hispaniola zurück nach Spanien segelte. Ein Sturm hatte ihn wohl vom eigentlichen Kurs abgebracht.
Korallenriffe verhinderten aber das Anlegen und die Rufe der Bermudasturmvögel waren den Seeleuten unheimlich. Sie hielten sie für "Schreie von Teufeln". Schon 1511 taucht der Name Bermuda in einer Karte auf. Bermúdez kehrte 1515 noch einmal zurück und betrat diesmal auch die Inseln und erkundete sie.
Steckbrief: Bermuda
| Name: | Bermuda |
| Fläche: | 53,57 km² |
| Einwohner: | 71.000 (geschätzt 2025) |
| Hauptstadt: | Hamilton (auf Grand Bermuda) |
| Amtssprache: | Englisch |
| Höchster Berg: | Town Hill (79 m) |
| Währung: | Bermuda-Dollar (1:1 zum US-Dollar) |
Bermuda: Karte
Wie sieht es auf Bermuda aus?
Die Inseln von Bermuda sind flach. Es handelt sich bei ihnen um Koralleninseln. Korallen, besonders die Steinkorallen, sondern Kalk ab, wodurch ein Riff entsteht. Die Bermuda-Inseln sind auch von solchen Korallenriffs umgeben. Da diese meist dicht unter der Meeresoberfläche liegen, ist es für Schiffe schwierig, durch solch eine Landschaft zu navigieren.
Neben den Riffs entstanden auch viele Höhlen. Das passiert, wenn der Kalk durch Wasser ausgewaschen wird. Auch die Inseln selbst haben stark zerklüftete Küsten. Was hingegen fehlt, sind Flüsse oder Seen. Brücken und Dämme verbinden die großen Inseln miteinander.
Es gibt zwei sehr große Buchten, die fast vollständig von Land umgeben sind: Harrington Sound und Castle Harbour.
In dem subtropischen Klima wachsen Gummibäume, Salbei, Mangroven und der endemische Bermuda-Wacholder. Nur hier lebt auch der Bermuda-Sturmvogel. Er galt schon als ausgestorben, doch inzwischen hat sich der Bestand wieder etwas erholt. Unten findest du in der Diashow noch weitere Bilder von Bermuda!
Wie ging es in der Geschichte der Bermudas weiter?
Die ersten Siedler kamen 1609 auf die Bermudas. Allerdings geschah das nicht freiwillig, denn sie erlitten vor den Inseln Schiffbruch. Es handelte sich um 150 Briten, die eigentlich auf dem Weg nach Jamestown in Virginia waren. Sie blieben zehn Monate und bauten sich aus den Trümmern ihres Schiffes zwei neue Schiffe, mit denen sie dann schließlich Virginia erreichten.
Ihre Berichte führten aber dazu, dass sich nun weitere Menschen aus England aufmachten. Schon 1612 wurde Saint George's gegründet. 1620 wurde Bermuda zur britischen Kolonie. Saint George's wurde zur Hauptstadt. 1790 wurde Hamilton gegründet und 1815 dann zur neuen Hauptstadt ernannt.
Da die Inseln strategisch günstig liegen, errichteten die Briten hier militärische Stützpunkte. Sie erlaubte das auch den USA und Kanada. 1995 wurden diese jedoch nach dem Ende des Kalten Krieges alle geschlossen.
1968 erhielt Bermuda eine Verfassung. 1981 machte Großbritannien aus seinen Kolonien “abhängige Gebiete”, die dann 2002 zu den Britischen Überseegebieten wurden (British Overseas Territories). Zu diesen gehört Bermuda bis heute. Eine Volksabstimmung für eine Unabhängigkeit lehnte die Mehrheit der Einwohner 1995 ab. Bermuda gilt als Steueroase. Für die Wirtschaft des Landes stellt der Tourismus eine wichtige Einnahmequelle dar.
Was sind Bermuda-Shorts?
Nach Bermuda sind auch Hosen benannt, die Bermuda-Shorts. Tatsächlich werden sie auf den Bermuda-Inseln sehr viel getragen. Man sieht auch Polizisten oder Geschäftsleute in diesen kurzen Hosen, die immer etwa fünf Zentimeter über dem Knie enden. Dazu trägt man dann lange Socken, Hemd und Krawatte. So sieht man elegant aus und trotzdem der Wärme angepasst. Auf Bermuda trägt man diese Hose aus einem Anzugstoff.
Der Name der Bermuda-Shorts hat sich in Europa oder den USA allerdings auch gewandelt, sodass man hier auch Hosen aus anderen Stoffen oder mit etwas längeren Hosenbeinen als Bermuda-Shorts bezeichnet. Ursprünglich stammt diese Hose von der britischen Marine, die in heißen Gebieten zur Uniform gehörte.








