Lexikon
Straße von Hormus
ZurückWo liegt die Straße von Hormus?
Die Straße von Hormus liegt im Osten der Arabischen Halbinsel. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman. Im Norden liegt Iran, im Süden die Halbinsel Musandam, die zu Oman gehört. Die Meerenge ist eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt, vor allem für den Transport von Erdöl.
Die Halbinsel Musandam, die spitz ins Meer hineinragt, ist eine Exklave von Oman. Sie ist umgeben vom Land der Vereinigten Arabischen Emirate. Der Halbinsel vorgelagert liegen viele Inseln.
Die schmalste Stelle von Festland zu Festland (Iran - Oman) beträgt nur 55 Kilometer, bei den Inseln sind es sogar nur 39 Kilometer. Die Meerenge ist etwa 167 Kilometer lang.
In der Straße von Hormus liegen zahlreiche Inseln. Zu ihnen gehört auch die Insel Hormus, die zu Iran gehört. Benannt wurde die Meerenge wohl nach einer Stadt bzw. einem Reich, das es hier vom 10. bis 17. Jahrhundert gab.
Bedeutende Route für den Handel
Die Meerenge stellt die einzige Seeverbindung vom Persischen Golf zum offenen Meer dar. Damit ist sie einer der strategisch wichtigsten Engpässe der Welt. Sie war schon in der Antike eine wichtige Handelsroute.
Damit Schiffe in der Meerenge nicht zusammenstoßen, gibt es ein besonderes Verkehrssystem. Ankommende Schiffe fahren auf einer Spur, abfahrende auf einer anderen. Jede dieser Spuren ist zwei Seemeilen breit. Dazwischen liegt ein ebenfalls zwei Seemeilen breiter Streifen, der die beiden Fahrtrichtungen voneinander trennt.
Die Straße von Hormus heute
Heute verschiffen die OPEC-Länder Saudi-Arabien, Iran, die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE), Kuwait und Irak den größten Teil ihres Rohöls über die Straße von Hormus. 20 Millionen Barrel Rohöl werden täglich über diese Route transportiert. Katar exportiert sein Flüssiggas (LNG) über diesen Weg. Eine Schließung der Straße von Hormus hat darum weltweit Auswirkungen auf die Wirtschaft.
Am 28. Februar 2026 griffen Israel und die USA Iran an. Daraufhin wurde Berichten zufolge die Straße von Hormus von den iranischen Revolutionsgarden geschlossen. Als Alternative zum Schiffstransport gibt es Pipelines. Allerdings können durch diese Leitungen viel weniger Öl transportiert werden als mit den Schiffen.

