Lexikon
Sahara
ZurückWo liegt die Sahara?
Die Sahara liegt in Afrika. Sie ist die größte Wüste der Erde. Die Sahara nimmt den gesamten Norden des afrikanischen Kontinents ein. Nur an einem schmalen, fruchtbaren Streifen an der Küste zum Mittelmeer und im Atlasgebirge befindet sich keine Wüste.
Im Westen der Sahara liegt der Atlantik, im Osten das Rote Meer. Von Westen nach Osten erstreckt sich die Sahara über rund 5000 Kilometer.
Im Norden liegt das Mittelmeer, im Süden bildet die Sahelzone den Übergang von der Wüste zur Savanne. 1500 bis 2000 Kilometer überspannt sie so von Norden nach Süden. Die Sahara liegt zwischen 15 Grad und 35 Grad nördlicher Breite und somit zu beiden Seiten des nördlichen Wendekreises. Sie zählt darum zu den Wendekreiswüsten.
Direkt am Äquator steigt die feuchtwarme Luft auf, kühlt dabei ab und dann regnet es. Die Luft in der Höhe ist nun kühl und trocken. Sie strömt nach Norden und Süden und erwärmt sich beim Absinken wieder. Hier ist es nun heiß und trocken. Nördlich des Äquators ist so die Sahara entstanden, südlich die Kalahari.
Die Sahara hat eine Ausdehnung von 9,2 Millionen Quadratkilometern. Sie ist die größte Wüste der Erde - genauer gesagt die größte Trockenwüste. Noch größer sind nur die Polarwüsten der Arktis und der Antarktis. Wüsten haben gemeinsam, dass in ihnen nur sehr wenig Regen fällt.
Welche Staaten haben Anteil an der Sahara?
Zehn Staaten haben Anteil an der Sahara. Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen und Ägypten liegen im Norden in der Sahara. Nur ihre Gebiete am Mittelmeer gehören nicht zur Sahara.
Im Süden der Sahara liegen große Gebiete der Staaten Mauretanien, Mali, Niger, Tschad und Sudan in der Wüste. Sie haben dann nach Süden hin aber auch Anteil an der Sahelzone.
Steckbrief: Sahara
| Name: | Sahara = Arabisch: Wüsten |
| Fläche: | 9.200.000 (9,2 Millionen) Quadratkilometer (km²) |
| Ausdehnung West - Ost: | maximal 5500 Kilometer |
| Ausdehnung Nord - Süd: | maximal 2000 Kilometer |
| Geografische Lage (Koordinaten): | zwischen 15° und 35° nördlicher Breite sowie 17° westlicher Länge bis 37° östlicher Länge |
| Anteil an Afrika: | 31 Prozent |
| Staaten: | Marokko, Algerien, Tunesien, Libyen und Ägypten im Norden; Mauretanien, Mali, Niger, Tschad und Sudan im Süden |
| Meere: | Atlantik im Westen, Rotes Meer im Osten |
| Übergang im Süden: | Sahelzone |
| Höhe: | im Durchschnitt 200 bis 500 Meter über dem Meeresspiegel |
| Niederschlag: | durchschnittlich 45 mm im Jahr |
Wie sieht es in der Sahara aus?
Ein Meer von Sanddünen - so stellen wir uns meistens die Sahara vor. Doch es gibt in der Sahara ganz unterschiedliche Landschaften.
Sanddünen nehmen nur etwa 20 Prozent der Saharafläche ein. Man nennt solche Sanddünenwüsten auch Erg. Die Sanddünen können sehr hoch werden, bis zu 300 Meter. Durch Wind verlagern sie sich immer wieder.
Der viel größere Teil der Sahara ist jedoch eine Stein- oder Felswüste. Die heißt Hammada. Sie nimmt 70 Prozent der Saharafläche ein. Hammadas bilden weite Ebenen aus Steinen.
Außerdem gibt es noch Landschaft mit Kies und Geröll. Dieser Wüstentyp heißt Reg. Hier liegen unterschiedlich große Felsen herum. Aus ihnen ragen oft Inselberge hervor. Gibt es nur Kies in etwa gleicher Größe spricht man von einer Serir.
Die Sahara liegt auf einer Höhe von 200 bis 500 Metern über dem Meeresspiegel. Es ist ein Tafelland: flaches Land, das aber höher liegt als die Umgebung. Aus diesem Tafelland ragen aber auch Berge hervor. In Algerien liegt zum Beispiel das Ahaggar-Gebirge, das Aïr-Gebirge in Niger und das Tibestigebirge in Tschad. Dort liegt der höchste Berg der Sahara, der Emi Koussi (3415 Meter). Zwischen den Bergen finden sich auch tiefe Senken.
Wie ist das Klima in der Sahara?
In der Sahara ist es sehr trocken und sehr heiß. Im Sommer wird es tagsüber im Durchschnitt 30 Grad heiß. Die Temperaturen steigen aber im Maximum oft auf mehr als 37 Grad. In Libyen hat man einmal die bisher höchste Temperatur von 57,7 Grad gemessen. Nachts sinken die Temperaturen dann stark ab, oft ist es dann um 30 Grad kälter. Es gibt keine schützende Wolkenschicht.
Fast ständig weht in der Sahara ein Wind: der Nord-Ost-Passat. Er kommt aus Nordosten und ist sehr trocken.
Regen fällt fast gar nicht. Nur in den Bergen gibt es etwas mehr Niederschlag.
Ausdehnung der Sahara
Die Sahara dehnt sich seit den 1920er Jahren aus. Seitdem hat sie 10 Prozent an Fläche dazugewonnen. Vor allem in den 1960er bis 1980er Jahren hat es immer weniger geregnet. Die Wüste schob sich manchmal pro Jahr um mehrere Kilometer nach Süden vor. Dieser Prozess findet auch heute noch statt: Nach Süden dehnt sich die Wüste aus und nimmt mehr und mehr von der Sahelzone ein. Das ist ein großes Problem für die Menschen, die hier leben.
Es gibt natürliche Klimaschwankungen in der Sahara, aber zum Teil beruht diese Ausdehnung auch auf der globalen Erwärmung und dem Klimawandel. Dazu kommt, dass Menschen in den Gebieten nah der Sahara Landwirtschaft betreiben und Bäume abholzen. Das führt dort dann aber auch zur Wüstenbildung (Desertifikation).






