Malis Flagge Mali

Mali - ein armes Land

Abholzung lässt den ohnehin kargen Boden weiter verarmen.[ © M Poudyal / CC BY-SA 2.0 ]
Feuerholz in Mali
Malis Straßen sind kaum ausgebaut, oft nicht einmal asphaltiert.[ © M Poudyal / CC BY-SA 2.0 ]
Straße in Mali

Mali ist eines der ärmsten Länder der Welt. 2018 stand Mali im Human Development Index, der den Wohlstand der Länder vergleicht, auf dem 184. Platz von 189 Ländern. Gründe dafür sind ein enormes Bevölkerungswachstum, schlechte Bildung, Korruption, Hungersnöte und die Wüste, die einen Teil des Landes bedeckt und sich noch weiter nach Süden ausbreitet.

Das landwirtschaftlich nutzbare Land ist dadurch schon genug bedroht, aber zusätzlich durch Abholzung (Holz wird als Brennmaterial gesammelt) und übermäßige Nutzung. Der Boden verarmt (Erosion).

Ein weiteres Problem sind die Transportwege. Nur ein Viertel von Malis Straßen ist befestigt, also asphaltiert. Die unbefestigten Straßen stauben in der Hitze und überfluten in der Regenzeit. Es gibt in Mali nur eine einzige Bahnlinie. Deren Gleise und Züge sind veraltet.

Die Einnahmen des Staates stammen zu 41 Prozent aus der Landwirtschaft, zu 19 Prozent aus der Industrie, 7 Prozent davon aus dem Goldabbau. 40 Prozent stammt aus Dienstleistungen. Mali muss mehr Waren aus anderen Ländern kaufen (importieren) als dass es Waren verkauft (exportiert). Exportiert werden vor allem Baumwolle und Gold. Die beiden Waren machen 80 Prozent der Verkaufsgewinne aus.

Am Fluss Senegal wird hier bei Kayes Gemüse angebaut.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Landwirtschaft am Fluss Senegal bei Kayes, Mali

Landwirtschaft: Nur im Süden

Landwirtschaft kann nur im Süden Malis betrieben werden, also im südwestlichen Dreieck. Nur dort fällt genug Regen. Die landwirtschaftlich nutzbare Fläche ist klein, dennoch arbeiten 80 Prozent der Menschen in der Landwirtschaft. Viele bauen etwas an, das sie dann auf dem Markt oder an Straßenständen verkaufen.

Angebaut werden Erdnüsse, Hirse, Mais und Baumwolle, aber auch Zwiebeln und Bananen, Reis und Zuckerrohr. Vieh wird auch gehalten, vor allem Ziegen, Schafe und Rinder. Auch die Tuareg, die als Nomaden leben, halten Tiere.

Gold in Mali

In der Yatela-Mine im Südwesten von Mali wird Gold abgebaut.[ © Iamgold / CC BY-SA 3.0 ]
Yatela-Goldmine in Mali

Auf Malis Staatsgebiet lagern einige Bodenschätze wie zum Beispiel Phosphat, Kalk, Eisenerz, Uran oder Steinsalz. Gefördert wird bisher aber vor allem eins: Gold. Mali ist in Afrika der drittgrößte Goldproduzent nach Südafrika und Ghana - und trotzdem eines der ärmsten Länder.

Industrie

Mali besitzt nur wenig Industrie. Neben Goldbergbau gibt es Unternehmen, die Textilien, Nahrungsmittel und Baustoffe herstellen.

Rindermarkt in Mali[ © ILRI / CC BY-2.0 ]
letzte Aktualisierung am 11.05.2020