Malis Flagge Mali - Land

Wo liegt Mali?

Mali liegt in Westafrika. Mali grenzt im Nordosten an Algerien. Weitere Grenzen bestehen im Osten zum Niger, im Süden zu Burkina Faso und zur Elfenbeinküste, im Westen zu Guinea, zum Senegal und zu Mauretanien. Es gibt also sieben Nachbarländer. Ihre Lage siehst du auch unten auf der Karte.

Die längste Grenze ist mit 2237 Kilometern die zu Mauretanien. Diese Grenze ist wie die zu Algerien schnurgerade. Das liegt daran, dass die Kolonialmächte sie gezogen haben. Dazu kommt, dass es hier in der Wüste keine natürlichen Grenzen wie Flüsse gibt. Mali hat keinen Zugang zum Meer, es ist ein Binnenstaat.

Mali liegt auf der Nordhalbkugel der Erde zwischen dem 10. und 25. Breitengrad. Mali liegt damit fast vollständig in den Tropen. Die Form des Landes erinnert an einen Schmetterling mit zwei unterschiedlich großen Flügeln.
 

Landschaft: Wie sieht es in Mali aus?

Mali ist ein flaches Land. Es gibt weitläufige Ebenen. Manchmal ragen aus diesen Ebenen plötzlich Felsmassive aus, etwa die Felsen von Bandiagara.

Malis Landschaft liegt in der Sahara und in der Sahelzone. Die Sahara ist die riesige Wüste, die den gesamten Norden Afrikas einnimmt. Ein Drittel von Mali, nämlich der gesamte Norden des Landes, liegt in der Wüste Sahara.

Ein weiteres Drittel, die Landesmitte, liegt in der Sahelzone. Die bildet den Übergang von der Sahara zur Savanne. Die Sahelzone ist sehr trocken. Oft gibt es Dürren und damit schlimme Hungersnöte für die hier lebenden Menschen.

Ein Problem ist auch, dass sich die Wüste nach Süden vorschiebt. So leidet etwa Timbuktu am Übergang von Sahara zur Sahelzone unter großer Trockenheit und Wüstenbildung.

Der Süden von Mali liegt in der Savanne, und zwar in der Feuchtsavanne mit Übergang zum tropischen Regenwald. Hier ist es tropisch feucht. Das Satellitenbild zeigt, dass es hier viel grüner ist als im Norden.

Mali hat insgesamt eine Fläche von 1.240.192 Quadratkilometern. Das Land ist 3,4 mal so groß wie Deutschland.

Flüsse in Mali: die Lebensadern Niger und Senegal

Der Fluss Niger fließt über eine weite Strecke, fast 1700 Kilometer, durch Mali. Er ist darum eine wichtige Versorgungsader für das Land, gerade weil es keine Küste besitzt. Der Niger beschreibt innerhalb Malis einen Bogen. Er kommt nämlich aus Südwesten und fließt dann nach dem Bogen nach Südosten. Diesen Bogen nennt man Nigerbogen. Dass ein Fluss so fließt, ist sehr ungewöhnlich. Am Niger liegt nicht nur die Hauptstadt Bamako, sondern auch die Städte Ségou, Mopti, Timbuktu und Gao.

Ganz im Westen von Mali fließt ein weiterer Fluss, der Senegal. Er entsteht in Mali durch den Zusammenfluss zweier anderer Flüsse namens Bafing und Bakoyé. Der Senegal fließt dann nach Westen weiter, wo er die Grenze zwischen dem Senegal und Mauretanien bildet. Unten findest du in der Bilderschau eine Karte vom Verlauf des Senegal in Mali.

Achtung: Niger und Senegal sind beides Namen von Flüssen, aber auch von Ländern. Lass dich davon nicht verwirren. Im Zusammenhang erkennt man, wovon die Rede ist.

Die Flüsse Malis haben viele Aufgaben. Sie sind Transportwege, dienen aber auch dem Fischfang, dem Wäschewaschen und der Bewässerung. So sind sie eine wichtige Lebensader für die Menschen. In der Regenzeit wird das Ufer der Flüsse zu Sümpfen und Feuchtgebieten.

Der höchste Berg von Mali heißt Hombori Tondo. Mit einer Höhe von 1153 Metern ist er aber nicht besonders hoch. Er ist ein Tafelberg, er ist also oben flach.

Landschaft in Mali in Bildern

Unbedingt anschauen - Sehenswürdigkeiten in Mali

  • Hand der Fatima in Mali
    Dieser Felsen liegt bei der Stadt Hombori in Mali. Er wird Hand der Fatima genannt, da er mit seinen "Fingern" an eine Hand erinnert. Die Hand der Fatima ist ein Symbol für die Abwehr des Bösen. [ © Timm Guenther / CC BY-SA 3.0 ]
  • Djinger(e)-ber-Moschee in Timbuktu
    Die Djinger(e)-ber-Moschee ist eine von drei Moscheen in Timbuktu, die aus Lehm erbaut wurden. Alle drei gehören zum Weltkulturerbe der UNESCO. [ © KaTeznik / CC BY-SA 2.0 FR ]
  • Rote Düne bei Goa
    Die rote Düne von Koyma ist ein Wahrzeichen der Stadt Goa. Man kann auf ihr spazierengehen. [ © Exereo (Jonathon Hicks) / CC BY-SA 3.0 ]
  • Grabmal von Askia in Goa
    Das Grabmal von Askia wurde im 15. Jahrhundert aus Lehm erbaut, wahrscheinlich für einen König des Songhaireiches. Es gehört zum Weltkulturerbe der UNESCO. [ © Taguelmoust / CC BY-SA 3.0 ]
  • Große Moschee von Djenné
    Auch die Große Moschee von Djenné wurde aus Lehm erbaut. Auch sie gehört zum Weltkulturerbe. [ © Andy Gilham / CC BY-SA 3.0 ]
letzte Aktualisierung am 28.10.2026