Kirgisistan
Wo liegt Kirgisistan?
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Kirgisistan liegt in Zentralasien. Das Land wird auch Kirgistan genannt, was die direkte Übertragung aus dem Kirgisischen wäre. Das bedeutet: Heimat der Kirgisen. Die frühere Bezeichnung in Deutschland war Kirgisien, auch das findet man noch heute. Es geht aber immer um ein und dasselbe Land!
Kirgisistan hat keinen Zugang zum Meer. Es ist also ein Binnenstaat. Kirgisistan ist weiter vom Meer entfernt als jeder andere Staat der Erde.
Welche sind die Nachbarländer von Kirgisistan?
Landgrenzen gibt es zu Kasachstan, China, Tadschikistan und Usbekistan. Auf dem Gebiet von Kirgisistan liegen vier usbekische und zwei tadschikische Enklaven.
Woran erinnert dich die Form des Landes? Vielleicht eine Rakete, die nach rechts fliegt? Oder ein Tier, dessen Auge der große See ist?
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Berge in Kirgisistan: Tian Shan und Alai-Gebirge
Kirgisistan ist ein Land der Berge. 94 Prozent der Fläche sind gebirgig. Das Gebirge, das quer durchs Land verläuft und allein 80 Prozent der Landesfläche einnimmt, heißt Tian Shan. Schroff ragen die Berge auf, durchschnitten von tiefen Tälern. Auch der höchste Berg des Landes liegt im Tian Shan, und zwar auf der Grenze zu China. Er heißt Dschengisch Tschokusu und ist 7439 Meter hoch. Häufig kommen im Tian Shan Erdbeben vor. Auch Gletscher gibt es hier.
Im Südwesten liegt das Alai-Gebirge. Beide Gebirge sind getrennt durch das Ferghanatal, das sich Kirgisistan mit Usbekistan und Tadschikistan teilt.
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Täler und Steppen
Das Ferghanatal im Westen und das Tal nördlich der Hauptstadt Bischkek sind die am dichtesten besiedelten Regionen des Landes. Fruchtbares Land kann hier für Landwirtschaft genutzt werden.
Alles Land, das unterhalb von 1500 Metern liegt, ist von der Landschaft her Steppe. Dort wächst vor allem Gras und es gibt keine Bäume. Steppen sind sehr trockene Gebiete. Durch künstliche Bewässerung hat man in Kirgisistan aber Möglichkeiten geschaffen, das Land trotzdem zu beackern.
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Seen in Kirgisistan: Der Yssykköl
Auf dem Gebiet von Kirgisistan liegen mehrere große Seen. Der größte von ihnen ist der Yssykköl. Er liegt ganz im Osten und ist nach dem Titicacasee (siehe Bolivien) der zweitgrößte Gebirgssee der Erde. Er liegt nämlich im Tian Shan. Obwohl die Lufttemperatur im Winter hier minus 20 Grad beträgt, friert der See nie zu. Daher erklärt sich auch sein Name, denn Yssykköl bedeutet auf Kirgisisch "heißer See". In den See münden 118 Flüsse!