Rumäniens Flagge Rumänien

Schafe weiden in Rumänien.[ © Quelle: pixabay.com ]
Schafherde in Rumänien

Weizen und Mais aus Rumänien

41 Prozent der Fläche von Rumänien besteht aus Feldern. Angebaut werden neben Weizen und Mais auch Gerste, Zuckerrüben, Sonnenblumen, Kartoffeln und Trauben. 21 Prozent der Landesfläche sind Weiden. Dort werden vor allem Schafe gehalten. Insgesamt erwirtschaftet die Landwirtschaft aber nur 4,4 Prozent der gesamten Wirtschaft Rumäniens - obwohl 28 Prozent der Menschen in diesem Bereich arbeiten.

Hier wird Stahl hergestellt.[ © HelmiStoDromo / CC BY-SA 3.0 ]
Stahlindustrie in Rumänien

Elektronik und Verkehrsmittel

Die Industrie erwirtschaftet 34 Prozent, obwohl hier kaum mehr Menschen beschäftigt sind als in der Landwirtschaft. Die Industrie arbeitet also viel lohnender. Hergestellt werden zum einen Elektronik wie Computer, Fernseher oder Telefone, zum anderen Verkehrsmittel wie Autos, Schiffe, Flugzeuge und Hubschrauber. Auch bei uns bekannt ist etwa der Autohersteller Dacia.

Weitere Produkte sind Stahl, Medikamente, Kleidung, Lebensmittel und chemische Produkte. Estland und Rumänien sind die beiden Länder der EU, die seit 2013 das stärkste Wachstum in der Industrie verzeichnen. Trotzdem bleibt Rumänien eines der ärmsten Länder der EU.

Hier wird Erdöl raffiniert.[ © Yakov Fedorov / CC BY-SA 3.0 ]
Erdölraffinerie am Schwarzen Meer in Rumänien

Erdgas und andere Bodenschätze

Rumänien ist reich an Bodenschätzen. Innerhalb der EU besitzt das Land das drittgrößte Vorkommen an Erdgas. Kohle, Salz und Erdöl sind weitere Bodenschätze, die gefördert werden. Erdöl wird in Raffinerien weiter verarbeitet, etwa in der Petromidia-Raffinerie am Schwarzen Meer.

Am Schwarzen Meer, wie hier in Eforie, kann man Badeurlaub machen.[ © Razvan Socol / CC BY-SA 4.0 ]
Badeurlaub am Schwarzen Meeer

Tourismus

Jährlich kommen etwa fünf Millionen Touristen aus dem Ausland nach Rumänien. Das ist noch nicht so viel, allerdings konnte Rumänien die Zahl in den letzten Jahren erheblich steigern. Das Land wirbt vor allem mit seiner ungestörten Natur in den Karpaten und im Donaudelta sowie seinen Stränden am Schwarzen Meer. In Râșnov wurde außerdem ein Dinosaurierpark eröffnet. Im Winter kann man in den Bergen Ski fahren.

Am 15. Januar 2012 protestierten Menschen auf der Straße gegen die Korruption.[ © Adriatikus / CC BY-SA 3.0 ]
Protest in Bukarest am 15. Januar 2012, „Stop corupției!“, deutsch Stopp der Korruption!

Korruption und Armut

Korruption ist ein großes Problem der rumänischen Wirtschaft. So ist es weit verbreitet, dass man jemandem ein Schmiergeld zahlen muss, wenn man etwas erreichen will, etwa in einem öffentlichen Amt oder bei der Polizei.

Armut ist ebenfalls ein Problem. Die Bezahlung ist schlecht und manche Gruppen der Bevölkerung, wie die Roma, werden schlecht behandelt. Man sieht in Rumänien häufig noch Pferdekarren durch die Gegend fahren. Die Straßen haben viele Schlaglöcher. Feldarbeit wird per Hand erledigt. Hier fehlt es vielfach noch an moderner Entwicklung.

letzte Aktualisierung am 08.01.2018