Armeniens Flagge Armenien

Alawerdi im Norden von Armenien ist ein bedeutender Standort für Industrie. Hier wird Kupfer weiter verarbeitet.[ © Rita Willaert / CC BY-2.0 ]
Kupferverarbeitung in Armenien

Die Wirtschaft in Armenien

Zu sowjetischen Zeiten entwickelte sich Armenien zu einem Industrieland. Fabriken stellten Kleidung, Maschinenwerkzeuge und andere Industriewaren her und lieferten sie an die Schwesterrepubliken. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion brach auch die Wirtschaft Armeniens ein. Heute spielt die Landwirtschaft eine größere Rolle. Für Einnahmen im Export sorgt aber vor allem der Bergbau: Kupfer, Gold, Bauxit und Diamanten werden gefördert.

Industrie spielt in Armeniens Wirtschaft eine kleinere Rolle als früher. Hier wird Obst verarbeitet.[ © Narek75 / CC BY-SA 4.0 ]
Obstverarbeitung in einer Fabrik in Armenien

Geografisch isoliert

Probleme bereitete nicht nur die Umstellung von der Planwirtschaft auf eine liberale Marktwirtschaft. Auch Armeniens isolierte Lage ist wirtschaftlich von Nachteil. Denn die Grenzen zur Türkei und zu Aserbaidschan sind seit 1991 beziehungsweise 1993 geschlossen. Zu beiden Ländern ist das Verhältnis schlecht. Mit Aserbaidschan gibt es zudem den Konflikt um Bergkarabach (siehe Geschichte).

Zudem besitzt das Land keinen Zugang zum Meer und somit auch keinen Hafen. Ein nicht unerheblicher Teil der Wirtschaftsleistung stammt außerdem von im Ausland lebenden Armeniern, die Geld nach Hause schicken. Seit 2001 hat sich die Wirtschaft insgesamt aber erholt.

Weintrauben gedeihen gut in Armenien.[ © Narek75 / CC BY-SA 4.0 ]
Weintraubenernte in Armenien

Obst aus Armenien

Armeniens Erde ist fruchtbar und dank warmer Sommer und regenreicher Frühlinge gedeihen hier Obst und Gemüse gut. In Armenien wachsen sogar Aprikosen, Pfirsiche, Granatäpfel und Weintrauben. Angebaut werden außerdem Weizen und Gerste sowie verschiedene Gemüsesorten. Auch Vieh wird gehalten, vor allem Rinder, Schafe und Ziegen. Die Landwirtschaft trägt insgesamt mit 17 Prozent zur gesamten Wirtschaft bei. Immerhin 36 Prozent der Bevölkerung arbeiten in diesem Bereich.

Die Tomatenernte war gut![ © Narek75 / CC BY-SA 4.0 ]
letzte Aktualisierung am 08.04.2020