Russlands Flagge Russland

In Moskau ist hier gerade Herbst.[ © Quelle: pixabay.com ]
Herbst in Moskau

Wie wird das Wetter in Russland?

Durch die Größe des Landes gibt es in Russland auch sehr unterschiedliche Klimazonen. Die Spannbreite reicht von arktisch bis subtropisch! Grundsätzlich vorherrschend ist das Kontinentalklima: Die Sommer sind kurz und warm, die Winter lang und kalt. Je weiter man nach Osten kommt, umso extremer werden die Temperaturunterschiede zwischen Sommer und Winter.

Expedition auf der Taimyrhalbinsel[ © Aerohod / CC BY-SA 4.0 ]
Expedition auf der Taimyrhalbinsel

Kältewüsten

Von Nord nach Süd lassen sich verschiedene Klimazonen unterscheiden. Die Inseln im Arktischen Meer und Teile der Küste, insbesondere die Taimyrhalbinsel, sind Kältewüsten. Sie gehören zu den Polargebieten und der kalten Klimazone. Die Landschaft ist steinig und nur Flechten, Moose und Gräser können hier wachsen. Der Boden ist das ganze Jahr über gefroren (Permafrostboden). Hier leben nur sehr wenige Menschen. Im Januar herrschen im Durchschnitt minus 30 Grad – bibber! Und selbst im Sommer steigen die Temperaturen nur knapp über den Gefrierpunkt.

Russische Tundra[ © APL / CC BY-SA 3.0 ]
Russische Tundra
Waldtundra auf der Halbinsel Kamtschatka[ © Rdfr / CC BY-3.0 ]
Waldtundra auf der Halbinsel Kamtschatka

Tundra

Diesem lebensfeindlichen Klima schließt sich nach Süden die gemäßigte Klimazone an. Hier liegt die Tundra. Das ist eine offene, baumfreie Landschaft. Überwiegend ist der Boden dauerhaft gefroren und taut im Sommer nur oberflächlich auf. Dadurch kann Regen nicht abfließen und es bilden sich Überschwemmungen und Moore und Sümpfe. In der Tundra wachsen Moose, Flechten und Gräser sowie Zwergsträucher.

In Ostsibirien, in Oimjakon und im benachbarten Werchojansk, hat man übrigens die kälteste Temperatur gemessen, die jemals an bewohnten Orten der Erde gemessen wurde: minus 67,8 Grad! Im Sommer kann es hier aber auch mal plus 30 Grad warm werden!

Je weiter südlich man in Russland kommt, umso mehr wird die eigentliche Tundra zur Waldtundra: Hier wachsen vereinzelt Bäume, und zwar vor allem Nadelbäume wie Kiefern oder Fichten. Die Waldtundra ist der Übergang zur Taiga.

Russische Taiga[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Russische Taiga

Taiga

Die Taiga verläuft in einem breiten Gürtel rund um die Erde. Man nennt sie auch borealen Nadelwald. In den nördlichen Gebieten der Taiga ist der Boden ebenfalls dauerhaft gefroren und verwandelt sich im Frühsommer in sumpfige Gebiete. In der Taiga wachsen Tannen, Kiefern und Fichten, im Osten von Sibirien auch Lärchen, Richtung Süden Laubbäume wie Birken und Espen.

Der Eurasische Steppengürtel wurde in Rot gekennzeichnet.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Eurasischer Steppengürtel

Steppe

Der Taiga schließt sich noch weiter südlich die Steppe an. Auf dem Foto siehst du in Rot den Eurasischen Steppengürtel. Die meiste Zeit des Jahres ist es hier sehr trocken. Einige Monate im Jahr ist es jedoch feucht, es regnet dann und die Flüsse führen nun Wasser. Der Wald wird nach Süden hin immer weniger (Waldsteppe) und verschwindet dann ganz. In der Steppe gibt es vor allem Gräser.

In Sotschi am Schwarzen Meer sieht Russland eher untypisch aus.[ © RIA Novosti archive, image #159143 / Igor Yakunin / CC BY-SA 3.0 ]
Sotschi am Schwarzen Meer

Monsunklima im Südosten

Im Südosten herrscht Monsunklima. Die Sommer sind warm und es regnet viel. Die Winter sind hingegen eher trocken. Der Monsunwald mit Laubbäumen ist vorherrschend.

Subtropisch am Schwarzen Meer

Am Schwarzen Meer, ganz im Südwesten Russlands, gibt es sogar subtropisches Klima. Allerdings ist das nur ein ganz kleiner Teil des Landes. Hier ist es viel wärmer als im übrigen Land. Es gibt dichten Laubwald.

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letzte Aktualisierung am 07.04.2020