Norwegen - Spitzbergen
Spitzbergen - norwegische Inseln weit im Norden
Spitzbergen ist eine Inselgruppe, die zu Norwegen gehört. Spitzbergen ist also kein eigenes Land.
Spitzbergen ist nicht nur der Name für die gesamte Inselgruppe, sondern auch für die Hauptinsel. Die Insel Spitzbergen ist die größte der Inselgruppe. Nur sie ist dauerhaft bewohnt.
Auf Norwegisch nennt man die Inseln Svalbard. Das bedeutet Kühle Küste. Die Insel Spitzbergen heißt in Norwegen Spitsbergen.
Im Hauptort Longyearbyen wohnen etwa 2500 Menschen. Weitere Orte sind Barentsburg mit rund 350 Einwohnern und Ny-Alesund mit etwa 35 Menschen. In Pyramiden wohnen nur noch eine Handvoll Leute. Auch auf der Bäreninsel wohnen nur ein paar Forscher.
Insgesamt gehören über 400 Inseln zum Archipel von Spitzbergen. Die größten Inseln sind nach Spitzbergen: Nordostland (Nordaustlandet), Barentsøya, Edgeøya und Prins Karls Forland.
Wo liegt Spitzbergen?
Spitzbergen liegt weit nördlich von Norwegen im Arktischen Ozean sowie im Nordatlantik. Die Inseln liegen auch weit nördlich des Polarkreises. Die südlichste Insel, die Bäreninsel, liegt auf dem 74. Breitengrad nördlicher Breite. Die meisten Inseln liegen daher noch weiter nördlicher und erstrecken sich bis zum 81. Breitengrad.
Die Inseln sind im Norden vom Arktischen Ozean umgeben (auch Nordpolarmeer genannt). Im Süden liegen sie im Nordatlantik. Zwei Randmeere des Nordatlantiks (also des nördlichen Teils des Atlantiks) grenzen an Spitzbergen: im Südwesten liegt die Grönlandsee und im Südosten die Barentssee.
Unten findest du weitere Karten zur Lage von Spitzbergen.
Spitzbergen: Steckbrief
| Name: | Spitzbergen, in Norwegen: Svalbard |
| Land: | Norwegen |
| Fläche von Spitzbergen: | 61.022 km² (kleiner als Bayern oder Lettland) |
| Einwohner: | 2800 |
| Hauptort: | Longyearbyen |
| Entfernung zum Nordpol: | 1000 km ab der nördlichsten Spitze |
| Klima: | arktisch |
| Sprache: | Norwegisch |
Landschaft und Tiere in Spitzbergen
Spitzbergen hat eine stark zerklüftete Küstenlinie. Das sieht man auf der Karte der Hauptinsel besonders gut (siehe oben). Viele Fjorde haben sich in die Inseln hineingegraben.
Die hohen spitzen Berge gaben der Insel ihren Namen. Der höchste Berg ist der Newtontoppen mit einer Höhe von 1713 Metern. Er liegt wie die nächsthöheren Gipfel im Nordosten der Hauptinsel.
Außerdem ist ein großer Teil von Spitzbergen von Gletschern bedeckt, nämlich 60 Prozent der Fläche. Der nach seiner Fläche größte Gletscher Europas liegt auf der Insel Nordostland. Er heißt Austfonna.
Weil das Klima in Spitzbergen arktisch ist, ist es hier ziemlich kalt. Die Inseln sind von Schnee bedeckt, der nur an den Küsten im Sommer schmilzt. Im Winter geht die Sonne nicht auf, im Sommer geht sie nicht unter. Die Temperatur beträgt im Jahresdurchschnitt minus 6,7 Grad. Durch den Klimawandel steigen aber auch hier die Temperaturen.
Die Landschaft auf Spitzbergen ist die Tundra. Der Boden ist gefroren, hier wachsen nur Moose, Flechten oder niedrige Sträucher. Es gibt aber auch einige blühende Pflanzen. Zu ihnen gehört der Spitzbergenmohn.
Spitzbergen ist bekannt dafür, dass hier Eisbären leben. Immer wieder sieht man Schilder, die vor den Eisbären warnen. Weitere Tiere auf Spitzbergen sind Rentiere und Polarfüchse. Im Meer tummeln sich Robben. Es gibt nur wenige Vogelarten, denn auch sie müssen mit der Kälte zurechtkommen. Es gibt zum Beispiel Papageitaucher, Eismöwen und Trottellummen.
Was ist der Spitzbergenvertrag?
Im Jahr 1596 entdeckte der Niederländer Willem Barents die Inselgruppe. Er gab der größten Insel den Namen Spitsbergen - denn er sah dort hohe, spitz zulaufende Berge.
In den nächsten Jahrzehnten war das Gebiet staatenlos. Verschiedene Nationen fischten hier, betrieben Walfang und Bergbau. Doch es gab Streit, wer nun wo tätig sein durfte. Darum wurde 1920 ein Vertrag beschlossen: der Spitzbergenvertrag. Er trat 1925 in Kraft.
Durch den Spitzbergenvertrag fiel die Inselgruppe an Norwegen, doch auch andere Staaten haben das Recht, dort wirtschaftlich tätig zu werden, wenn sie den Vertrag unterzeichnet haben. Sie dürfen also zum Beispiel Bergbau oder Forschung betreiben. Jeder darf dort eine Firma eröffnen. Dafür müssen auch keine Steuern gezahlt werden, die Norwegen bereichern könnten.
Um die Fischereirechte gibt es allerdings keine Einigkeit, denn Norwegen besteht auf das alleinige Fischereirecht. Norwegen meint, dass der Svalbard-Vertrag die Gleichbehandlung ausländischer Fischer nur auf Spitzbergen selbst und in den 12-Seemeilen rundum garantiert. Außerhalb davon, in der 200-Seemeilen-Fischereischutzzone, sieht Norwegen sich mit eigenen Fischereirechten.
Der Vertrag besagt auch, dass Spitzbergen entmilitarisiert ist. Eine militärische Nutzung ist also untersagt.
Weitere Karten von Spitzbergen




