Norwegen - Lofoten
Lofoten - Inseln vor Norwegen
Die Lofoten sind eine Inselgruppe vor der norwegischen Küste. Im Deutschen sprechen wie meistens von den Lofoten, also in der Mehrzahl. Im Norwegischen ist das Wort eine Einzahl und bedeutet übersetzt so viel wie “die Luchspfote”. Lofoten ist dort eine Region. Wir bleiben hier trotzdem bei der bei uns üblichen Bezeichnung der Lofoten.
Etwa 80 Inseln gehören zu den Lofoten. Die größten Inseln der Lofoten sind Austvågøya (526,7 km², im Nordosten), Vestvågøya (411,1 km²) und Moskenesøya (185,9 km², im Südwesten). Die südlichsten Lofoten sind die Røstlandet-Inseln.
Neben zwei Städten, Svolvær und Leknes, gibt es auch einige kleinere Orte. In Svolvær auf Austvågøya wohnen 4800 Menschen, in Leknes auf Vestvågøya 3700. Die meisten Einwohner leben vom Fischfang und vom Tourismus. Die Lofoten sind bekannt für ihren Stockfisch, der hier auf großen Gestellen trocknet.
Wo liegen die Lofoten?
Die Lofoten liegen vor der Küste von Norwegen. Sie sind durch den Vestfjord vom Festland getrennt.
Die Lofoten liegen im Norden von Norwegen. Sie befinden sich zwischen dem 67. und 68. Breitengrad. Sie liegen also nördlich vom Polarkreis und somit in der Arktis (aber viel weiter südlich als Spitzbergen).
Nördlich der Lofoten liegt eine weitere Inselgruppe, die Vesterålen. Die Lofoten und die Vesterålen werden durch eine Wasserstraße getrennt, den Raftsund.
Im Süden der Lofoten, zwischen den Inseln Moskenesøya und Værøya, verläuft der Mahlstrom. Durch den Wechsel von Ebbe und Flut entstehen hier starke Wasserwirbel.
Steckbrief: Lofoten
| Name: | Lofoten |
| Land: | Norwegen |
| Fläche: | 1227 km² |
| Einwohner: | 24.000 |
| Anzahl der Inseln: | circa 80 |
| Größte Inseln: | Austvågøya, Vestvågøya und Moskenesøya |
| Hauptort: | Svolvær auf der Insel Austvågøya |
| Klima: | maritim, subpolar |
Klima auf den Lofoten
Das Klima auf den Lofoten ist für die hohe nördliche Lage erstaunlich mild. Die Inselgruppe liegt zwar nördlich des Polarkreises, doch der Golfstrom mildert das Klima. Dessen nördliche Ausläufer bringen nämlich warmes Meereswasser zu den Lofoten.
So sind die Winter hier deutlich wärmer als in anderen Regionen auf demselben Breitengrad. Die Sommer sind dagegen eher kühl. Im Durchschnitt ist es im Juli oder August nur 12 Grad warm.
Zwischen September und April kann man hier mit etwas Glück Polarlichter beobachten.
Das Wetter kann sich schnell ändern: Sonne, Regen, Wind und Schnee können manchmal an einem einzigen Tag wechseln.
Im Sommer geht die Sonne wochenlang nicht unter, dann scheint die Mitternachtssonne. Im Winter wird es für einige Wochen dagegen kaum richtig hell. Das nennt man Polarnacht.
Landschaft auf den Lofoten
Die Lofoten bieten eine einzigartige Landschaft mit hohen Bergen, offenem Meer, geschützten Buchten und unberührten Landstrichen.
Viele Gipfel sind spitz und zerklüftet. Zwischen den Bergen liegen lange, schmale Meeresarme, die weit ins Landesinnere reichen: die Fjorde.
Viele Inseln sind miteinander durch Brücken verbunden. Zwischen Bergen und Meer liegen kleine Dörfer mit bunten Holzhäusern, Bootshäfen und den typischen Rorbuer, den traditionellen Fischerhütten auf Stelzen.
Im Sommer leuchtet die Landschaft grün, und auf den Wiesen wachsen zahlreiche Blumen. Im Winter ist die Landschaft eher karg und schneebedeckt. Wegen des rauen Klimas und weil die wenigen Bäume von den Menschen schon früher abgeholzt wurden, gibt es nur wenig Wald. Dafür prägen Felsen, Berge, Grasflächen und Moore die Landschaft.






