Norwegens Flagge Norwegen - Wirtschaft

Wirtschaft in Norwegen

Norwegen gilt als das Land mit dem höchsten Lebensstandard. Die Wirtschaft läuft gut. Die Menschen verdienen viel, allerdings ist das Leben auch teuer und sie müssen einen recht hohen Anteil an Steuern zahlen.

Davon wiederum zahlt der norwegische Staat den Menschen, die in Not geraten, Geld, etwa bei Arbeitslosigkeit. Die ist mit rund 4,2 Prozent im Jahr 2026 gering, allerdings lag sie auch schon unter 4 Prozent, etwa 2022 und 2023.

Erdöl und andere Bodenschätze in Norwegen

Erdöl ist Norwegens wichtigster Bodenschatz. Es trägt mit 23 Prozent zu der gesamten Wirtschaft bei und bringt rund 57 Prozent der Einnahmen aus dem Export! Das bringt allerdings ein Problem mit sich: Sinken die Preise für Erdöl, sinken auch sofort die Einnahmen Norwegens.

Allerdings ist das Land noch mit anderen Bodenschätzen gesegnet und dazu reich an Fischen im Meer, Holz in den Wäldern und Windkraft an der Küste. Fast der gesamte Strombedarf im eigenen Land wird übrigens über Wasserkraft gewonnen. Gefördert wird zudem Erdgas. Während die Förderung von Erdöl seit 2001 abnimmt, nimmt die Förderung von Erdgas zu. Erdöl und Erdgas zusammen erwirtschaften sogar bis zu 70 Prozent vom BIP.

Landwirtschaft und Industrie in Norwegen

Die Landwirtschaft beschäftigt in Norwegen nur 2,5 Prozent der Arbeitnehmer und hat in der gesamten Wirtschaft nur einen Anteil von 1,6 Prozent. Angebaut werden vor allem Gerste, Weizen und Kartoffeln. Es werden außerdem Schweine und Rinder gehalten. Nur 3,5 Prozent der Landesfläche können übrigens landwirtschaftlich genutzt werden. Das liegt daran, dass Norwegen sehr bergig ist. Gemüse und Getreide müssen in großen Mengen importiert werden.

Viel mehr bringt die Industrie ein, in der 19 Prozent beschäftigt sind, die aber 34 Prozent der Einnahmen erwirtschaftet. Erdöl und Erdgas werden weiter verarbeitet, außerdem werden Schiffe gebaut und Nahrungsmittel, Papier, Kleidung, Metalle und Chemikalien hergestellt.

Fischerei und Walfang in Norwegen

Norwegen gehört zu den größten Fischerei-Nationen. Dorsch, Hering, Schellfisch, Makrele und Garnelen werden am häufigsten gefangen. Dazu kommt die Fischzucht insbesondere von Lachs und Kabeljau.

Norwegen ist eines von wenigen Ländern, die Walfang betreiben, um damit Geld zu verdienen. Gefangen werden vor allem Zwergwale, die wegen ihrer Größe am einfachsten zu jagen sind. Es besteht zwar ein Walfangverbot, doch dagegen hat Norwegen Widerspruch eingelegt und führt den Walfang fort.

Es gibt allerdings Quoten für die Jagd auf Wale. Es darf also nur eine bestimmte Anzahl von Walen pro Jahr erlegt werden, und die wird jedes Jahr unterschritten. Es werden jährlich rund 500 Wale gefangen. 2024 wurden 414 Wale gefangen, erlaubt war eine Quote von 1157.

Walfleisch wird vor allem nach Japan verkauft, außerdem in kleinem Umfang nach Island und auf die Färöer-Inseln. In der norwegischen Küche wird es auch verwendet, aber nur 2 Prozent der Norweger essen regelmäßg Walfleisch.

Tourismus in Norwegen

Zu den Dienstleistungen, die mit rund 55 Prozent den größten Teil zur Wirtschaft beisteuern, gehört auch der Tourismus. Jährlich kommen rund 6 Millionen Menschen ins Land. 2025 waren es sogar 6,4 Millionen Touristen. Viele besuchen das Land auch auf Kreuzfahrtschiffen oder fahren mit der alte Postschifflinie, den Hurtigruten, die Westküste hinauf.

In den Nationalparks lässt sich die wunderschöne norwegische Natur genießen. Das Nordkap und der Geirangerfjord gehören zu den am häufigsten besuchten Zielen im Land (→ Sehenswürdigkeiten in Norwegen).

Ein weiterer Schwerpunkt im Tourismus ist der Skisport. Denn mit seinen Bergen hat Norwegen ideale Voraussetzungen zum Skifahren.

letzte Aktualisierung am 09.09.2026