Islands Flagge Island

Fleisch vom Zwergwal am Spieß, serviert am Hafen von Reykjavik[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Zwergwalfleisch in Island

Was schmeckte den Isländern früher - und was heute?

Traditionell isst man in Island viel Fisch. Denn der ist nun mal vor der Küste des Landes reichhaltig vorhanden. Walfleisch ist auch heute noch erhältlich, aber es wird weitaus weniger gegessen als früher. Fleisch wird mehr von Schafen, Rindern und auch Pferden verzehrt. Geräuchertes Lammfleisch, das hier Hangikjöt heißt, ist eine Delikatesse. Man isst es gerne mit einem dünnen Fladenbrot, dem Flatbraud, oder mit Roggenbrot, dem Rúgbraud. Erhältlich sind auch Fleisch vom Papageitaucher und vom Alk.

In Gewächshäusern wachsen in Island sogar Bananen.[ © big-ashb / CC BY-2.0 ]
Gewächshaus mit Bananen in Island

Getreide und Gemüse konnte man früher wegen des rauen Klimas und langen Winters kaum anbauen. Darum spielt es keine so große Rolle in der isländischen Küche, auch wenn man heute alles im Supermarkt kaufen kann.

Beeren wie Blaubeeren oder Krähenbeeren lieferten früher Vitamine. Genauso wie Pilze mag man sie auch heute noch gerne. Heute lassen sich in Gewächshäusern, die mit Erdwärme beheizt werden, aber sogar Bananen oder Tomaten anbauen.

Thorramatur sind traditionelle isländische Speisen.[ © The blanz / CC BY-SA 3.0 ]
Thorramatur in Island

Was ist Thorramatur?

Thorramatur - oder auf Isländisch Þorramatur - sind traditionelle isländische Speisen. Du siehst einige davon auf dem Foto. Rechts liegen Flatbraud und Rúgbraud. Auf dem Teller links befinden sich Fleischspeisen. Oben links liegt Hängikjöt, das geräucherte Lammfleisch. Oben rechts liegt Hrútspungar: Das sind eingelegte Widderhoden. Leberwurst und Blutwurst gehören auch dazu (links und Mitte). Die Würfel in der Mitte rechts sind Hákarl: Haifleisch vom Grönlandhai. Unten liegt ein halber, schwarzgesengter Schafskopf, der Svid (Svið).

Gleich gibt es Pönnukökur, isländische Pfannkuchen![ © Ahjartar / CC BY-SA 3.0 ]
Pönnukökur in Island

Pönnukökur und Skúffukaka - mmh!

Da gibt es also so manches, das für uns gewöhnungsbedürftig klingt. Nicht so fremd sind uns jedoch Pönnukökur, die isländischen Pfannkuchen. Die würdest du wohl nicht zurückweisen, oder? Sie werden ganz dünn gebacken. Im Teig ist auch Butter. Man isst sie mit Marmelade und/oder Sahne oder mit Zucker aufgerollt.

Eine andere süße Spezialität ist der isländische Schokoladenkuchen. Er heißt Skúffukaka und du kannst ihn nachbacken! Klick zum Mitmachtipp!

Hier entsteht gerade Leberwurst, Lifrarpylsa.[ © Salvor Gissurardottir / CC BY-2.0 ]
letzte Aktualisierung am 03.04.2020