Thailands Flagge Thailand

Thailand bekommt den Klimawandel zu spüren

Auch Thailand bekommt die Folgen des Klimawandels zu spüren. Dazu zählen Extremwetterereignisse, Bodenerosionen, Überschwemmungen. Vor allem an den Flüssen und an den Küsten des Meeres werden die Auswirkungen bemerkt. Wollen die Menschen sich schützen, müssen sie sich ins Landesinnere zurückziehen. Dort fehlen ihnen aber oft die Lebensgrundlagen, wenn sie z.B. als Fischer gearbeitet haben. So leiden auch in Thailand oft die Menschen am meisten, die nur sehr wenig überhaupt zum Wandel des Erdklimas beigetragen haben.

Folgen des Klimawandels in Thailand: Steigender Meeresspiegel 

Im Mittelpunkt stehen Bangkok und die Gegend um Bangkok, in der ja sehr viele Menschen leben. Dort trifft der steigende Meeresspiegel auf viele landschaftlich genutzte Flächen, die in der Folge überflutet werden. Doch auch im Binnenland gibt es Hochwasser und Überflutungen. so dass nicht allein die thailändischen Küsten betroffen sind. Gleichzeitig herrschen immer wieder Zeiten mit heftigen Dürren. Der Boden trocknet aus, erodiert und es gibt es wieder Regen, kann der Boden das Wasser nicht mehr aufnehmen. Das ist ein Teufelskreis.

In Thailand leben die Menschen vor allem auf dem Land. Heute zählen wir Thailand zu den Ländern, die heftig vom Klimawandel betroffen werden. So zählt Thailand zu den 10 Ländern der Welt, die den Klimarisiken am meisten ausgesetzt sind. Die Treibhausemissionen haben sich in Thailand in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt. Das liegt auch daran, dass die Industrialisierung in Thailand seit 1990 vorangeschritten ist. Neben dem Autoverkehr stieg auch der Flugverkehr und ließ die Emissionen steigen.

Thailand wird zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Asien. Das betrifft den nationalen Flugverkehr, also die Flugzeuge, die innerhalb Thailands fliegen, aber auch den internationalen.

Tempel unter Wasser

In diesem Video siehst du, welche Folgen der steigende Meeresspiegel mit sich bringt. Alle versuchen zu retten, was zu retten ist. Und was ist eigentlich ein schwimmendes Haus? Guck mal rein! Und findest du richtig, was der Mönch so sagt?

Wusstest du, dass ...?

mit der Klimaerwärmung auch die Luft immer feuchter wird. Feuchte heiße Luft ist schwerer zu ertragen als heiße trockene Luft. In der Sauna mit trockener Luft kann man es auch eine Weile aushalten. Der Anstieg kann Menschen bedrohen, denn der Körper schafft es nicht mehr, sich abzukühlen. Wissenschaftler sind sich sicher, dass es einen Zusammenhang mit den menschengemachten Emissionen gibt.

Der Klimawandel lässt in Thailand die Temperaturen steigen

In Ländern wie Laos, Indien, Indonesien, Bangladesch, aber eben auch Thailand macht sich die Erwärmung in den letzten Jahren immer stärker bemerkbar. Da die Luftfeuchtigkeit in Thailand sehr hoch ist, können die gefühlten Temperaturen bei 54 Grad Celsius liegen. Das ist für uns fast nicht vorstellbar. Wissenschaftler*innen haben festgestellt, dass diese Temperaturen eine der Folgen der weltweiten Klimaerwärmung sind. Allerdings sagen sie auch, dass Länder wie Indien von diesen Extremen noch stärker betroffen sein werden als Thailand.

 

Nationale Anpassung Thailands an die Folgen der Emissionen?

Thailands Regierung setzt sich für eine nationale Anpassungsstrategie ein. Was soll das nun heißen? Es will sich dem Klimawandel anpassen, also etwas dagegen tun. Doch wie viel ist das letztendlich?

Thailand ist kein armes Land, das mittlere Einkommen, also das, was die Leute verdienen, ist gar nicht so niedrig. Doch der Klimaschutz scheint nicht so wichtig. Das Pariser Klimaschutzabkommen hat auch Thailand unterzeichnet. Doch der thailändische Staat unternimmt immer noch viel zu wenig, um die Treibhausgasemissionen zu senken. Viele Maßnahmen sind freiwillig. Das ist zwar auch wichtig, doch es fehlen Ausgaben und Investitionen des Staates, die langfristig sind. So gibt es nur wenige Klimaschutzprojekte. Auch wäre es in Thailand notwendig, die einzelnen Provinzen und Kommunen in die Klimaschutzvorhaben miteinzubeziehen.

Wie sieht es mit einer Energiewende in Thailand aus?

Doch auch Thailand setzt auf Klimaschutz. So gibt es Investitionen in die Wirtschaft, die verstärkt ökologische Faktoren miteinbezieht. So gibt es auch in Thailand Unternehmen, die sich dem Gedanken der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlen. Dennoch ist das Thema Klimabeiträge, Minderungen von Treibhausgasemissionen, Einsparungen von CO2 in den Bereichen Energie und Verkehr bei der thailändischen Bevölkerung noch nicht so angekommen wie es eine ernsthafte Klimawandelpolitik fordern würde. Es gibt kaum Umweltbewusstsein, kaum Diskussionen über natürliche Ressourcen, über ein Klimaschutzprogramm. Klimapolitik ist für viele Menschen ein Fremdwort, obwohl gerade der ärmste Bevölkerungsanteil am meisten aufgrund der Auswirkungen des Klimawandels leidet. Extremes Wetter hat bereits heute viele Spuren hinterlassen. Allerdings ist es auch so, dass die Menschen in Thailand sehr weniger zu den steigenden Temperaturen beigetragen haben als die westlichen Länder, obwohl sie jetzt sehr viel mehr unter den Folgen zu leiden haben.

Bis 2036 will die thailändische Regierung den Verbrauch aus erneuerbaren Energiequellen um 30 Prozent erhöhen. Aktuell machen diese nur einen Anteil von ca. zehn Prozent aus. Immer noch setzt Thailand auf fossile Brennstoffe und Importe von Öl.

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letzte Aktualisierung am 24.11.2023