Georgiens Flagge Georgien

Ein Fußballfan bekennt sich zur georgischen Mannschaft![ © Vladimer Shioshvili / CC BY-SA 2.0 ]
Georgier mit aufgemalter georgischer Flagge
Diese junge Frau aus Chewsurien (Nordosten von Georgien) trägt traditionelle Tracht.[ © Paata Vardanashvili / CC BY-2.0 ]
Mädchen aus Chewsurien in Tracht

Wer lebt in Georgien?

In Georgien leben 3,7 Millionen Menschen. Allein in der Hauptstadt Tiflis wohnen 1,1 Millionen. Die nächstgrößten Städte sind Kutaissi, Batumi und Rustawi. In Städten wohnen 60 Prozent der Bevölkerung, auf dem Land also 40 Prozent. Die georgischen Frauen bekommen im Durchschnitt 1,75 Kinder.

Georgien ist ein Vielvölkerstaat. Etwa 26 Volksgruppen sind hier zu Hause. Mit 83 Prozent stellen die Georgier jedoch die weitaus größte Gruppe. Im Westen des Landes beträgt ihr Anteil sogar 97 Prozent, im Osten hingegen nur 75 Prozent.

Die nächstgrößeren Gruppen bilden Aserbaidschaner (6,5 Prozent) und Armenier (5,7 Prozent). In einzelnen Regionen kann das Verhältnis ganz anders aussehen. So leben etwa in der Region Niederkartlien, an der Grenze zu Aserbaidschan, genauso viele Aserbaidschaner wie Georgier. An der Grenze zu Armenien bilden die Armenier sogar eine knappe Mehrheit.

Minderheiten in Georgien sind Russen, Osseten, Abchasen und Aramäer. Der Anteil vieler Minderheiten, etwa Russen oder Osseten, ist seit der Unabhängigkeit 1991 stark gesunken. Viele haben das Land verlassen. So gingen Russen wieder nach Russland.

Ein georgisches Paar tanzt in Tracht.[ © Эрнест Урумов / CC BY-SA 3.0 ]

Woran glauben die Georgier?

Die Sameba-Kathedrale in Tiflis ist eine der Hauptkirchen der Georgischen Orthodoxen Apostelkirche.[ © Quelle: pixabay.com ]
Sameba-Kathedrale

Schon im Jahr 337 wurde das Christentum im Osten des heutigen Georgien (damals Iberien) zur Staatsreligion erklärt. Das Christentum hat also eine lange Tradition in der Region. Heute gehören 75 Prozent der Georgier der orthodoxen Kirche ihres Landes an, der Georgischen Orthodoxen Apostelkirche.

Knapp 10 Prozent der Einwohner sind Muslime. Sie leben vor allem in Adscharien, das im Jahr 1635 ans Osmanische Reich fiel. Die damaligen Bewohner konvertierten daraufhin zum Islam.

Minderheiten sind Katholiken, Protestanten, Juden, Zeugen Jehovas und Angehörige der Armenischen Apostolischen Kirche.

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letzte Aktualisierung am 09.04.2020