Paraguay
Paraguays Wirtschaft
Sojabohnen sind das Produkt, das Paraguay am meisten Geld einbringt. Eine wichtige Rolle in Paraguays Wirtschaft spielt aber auch die Erzeugung von Strom. Das geschieht mit Hilfe von Wasserkraft. Es gibt drei große Wasserkraftwerke am Fluss Paraná. Eines teilt sich Paraguay mit Brasilien, ein zweites mit Argentinien, das dritte liegt ganz auf dem eigenen Boden bei der Stadt Ciudad del Este.
Korruption, Armut, eine schlechte Infrastruktur und viele Kleinbetriebe sind Probleme der Wirtschaft. In trockenen Jahren fällt die Ernte schlecht aus, was zu einem Rückgang der Wirtschaft führt. Insgesamt gesehen ist die Wirtschaft aber seit einigen Jahren im Wachstum. 2023 stieg das BIP um 5 Prozent, 2024 um 4,3 Prozent und 2025 um 4,4 Prozent.
Soja
Sojabohnen, kurz auch Soja genannt, sind vielseitig verwendbar. Vor allem gewinnt man Sojaöl daraus, außerdem wird es als Tierfutter verwendet. Des Weiteren verarbeitet man sie zu einem Treibstoff für Autos, dem Biodiesel. Auch Lebensmittel wie Margarine, Sojasoße und Tofu werden aus Soja hergestellt. Weltweit die meisten Sojabohnen werden in Brasilien und den USA angebaut.
Landwirtschaft in Paraguay
Die Landwirtschaft spielt noch immer eine wichtige Rolle in Paraguay, allerdings nicht mehr so stark wie vor einigen Jahren. 16 Prozent der Menschen arbeiten in der Landwirtschaft. Sie trägt rund 21 Prozent zur Wirtschaft des Landes bei.
Sojabohnen sind das wichtigste Produkt, das angebaut wird. Paraguay ist weltweit der sechstgrößte Produzent von Soja und der drittgrößte Exporteur (2024).
Im feuchteren Teil des Chaco wird vor allem Weidewirtschaft betrieben.
Rinder werden hier gehalten, auch Milchwirtschaft wird betrieben. Für Rindfleisch war Paraguay schon mal der viertgrößte Exporteur der Welt, hat diesen Platz allerdings inzwischen verloren.
Angebaut werden aber auch Baumwolle, Maniok, Zuckerrohr und Getreide. In den letzten Jahren hat Stevia an Bedeutung zugenommen.
Industrie und Dienstleistungen in Paraguay
Seit einigen Jahren entsteht in Paraguay vermehrt Industrie. 15 bis 20 Prozent der Einwohner arbeiten in diesem bereich. Zur Wirtschaftsleistung trägt die Industrie mit etwa 30 Prozent bei. Neben den Wasserkraftwerken zählen hierzu Fabriken für Zucker, Fleisch, Zement, Kleidung, Getränke, Stahl und Holz.
Bergbau spielt bisher kaum eine Rolle. 2010 hat man allerdings Titanerz entdeckt. Sein Abbau könnte wirtschaftlich bedeutsam werden. Auch andere Bodenschätze sind vorhanden, zum Beispiel Eisen, Mangan und Gold. Zum Teil hat man inzwischen mit dem Abbau begonnen.
Rund 40 Prozent werden durch Dienstleistungen erwirtschaftet. 64 Prozent der Menschen arbeiten hier, also zum Beispiel in der Stromerzeugung, in Banken, in Restaurants oder im Handel.
Tourismus spielt seit einigen Jahren eine immer größere Rolle. Die Zahlen sind von 600.000 Besuchern vor einigen Jahren auf 1,5 Millionen in 2022 gestiegen. 2024 waren es sogar schon 2,2 Millionen und 2025 3,6 Millionen Touristen.

