Belizes Flagge Belize

Wirtschaft von Belize

Belize steht im Human Development Index auf Platz 115 von 193 Ländern (2023). Nach einer stetigen Verbesserung sank es dann wieder, zuletzt aber stieg das Land wieder etwas höher. Die Staatsverschuldung von Belize ist hoch. Die Arbeitslosigkeit lag 2024 bei 7 Prozent, bei den 15- bis 24-Jährigen allerdings bei 16 Prozent.

Die Infrastruktur ist nicht gut ausgebaut. So ist nur etwa ein Sechstel aller Straßen befestigt. Die Kluft zwischen Reich und Arm ist groß. Obwohl schon Maßnahmen ergriffen wurden, gilt Belize immer noch als Steueroase.

Tourismus in Belize

Die Wirtschaft von Belize beruht vor allem auf dem Bereich der Dienstleistungen. 62 Prozent wird hier insgesamt erwirtschaftet. Ebenso viele Menschen arbeiten in diesem Bereich der Wirtschaft.

Dazu gehört auch der Tourismus. Etwa 465.000 Menschen kommen jedes Jahr nach Belize, um an den schönen Stränden zu liegen, zu tauchen, zu surfen, die Naturreservate zu sehen und die alten Maya-Stätten zu besuchen. So viele waren es jedenfalls 2023. Vor der Corona-Pandemie waren es wesentlich mehr. Die meisten Touristen kommen aus den USA, außerdem legen hier auch viele Kreuzfahrtschiffe an.

Landwirtschaft in Belize

8 Prozent trägt die Landwirtschaft zur Wirtschaftsleistung von Belize bei. Viele Kleinbauern bauen für ihren eigenen Bedarf Mais, Reis, Maniok, Kochbananen und Bohnen an. Was übrig ist, wird auf dem Markt verkauft. Auf Plantagen im großen Stil angebaut und somit für den Verkauf bestimmt sind Zuckerrohr, Bananen, Kakao, Kokosnüsse und Zitrusfrüchte. Zucker hat am Export den höchsten Anteil, gefolgt von Bananen und Maiskleie.

Milchwirtschaft wird von den Mennoniten betrieben. Sie haben vor allem im Noden von Belize große Farmen. An der Küste wird Fisch gefangen. Fisch, Muscheln und Meeresfrüchte erwirtschaften zusammen etwa 16 Prozent aus dem Export.

Im tropischen Regenwald werden Edelhölzer geschlagen, vor allem Mahagoni. Die werden nach Europa oder in die USA verkauft. Das ist ein Grund, warum der tropische Regenwald in Gefahr ist zu verschwinden. Die Baumstämme werden über die Flüsse weiter transportiert. Auch Kautschuk (Gummi) und Chicle (zur Herstellung von Kaugummi) werden im Regenwald geerntet.
 

Wenig Industrie

Die Industrie ist in Belize kaum entwickelt. Gründe dafür sind auch, dass der heimische Markt klein ist, und die Energiekosten hoch sind. 14 Prozent der Wirtschaftsleistung kommt aus diesem Bereich, der sich immerhin gesteigert hat in den letzten Jahren.

Zum wichtigsten Bereich hat sich die Erdölförderung entwickelt. Weitere Industrie besteht in der Herstellung von Bekleidung und der Verarbeitung von Nahrungsmitteln, zum Beispiel Zuckerrohr.

letzte Aktualisierung am 02.02.2026