Griechenlands Flagge Griechenland

Die Bevölkerung in Griechenland wird älter.[ © Quelle: pixabay.com ]
Mann auf Esel in Santorin

Wer lebt in Griechenland?

In Griechenland leben knapp elf Millionen Menschen. Die meisten von ihnen sind Griechen, nämlich 93 Prozent. Die größte Minderheit sind die Türken, von denen etwa 60.000 in Griechenland leben. Weitere Minderheiten sind Rumänen, Bulgaren, Albaner, Mazedonier und Armenier.

Zwei Drittel der Griechen leben in einer Stadt. Athen und Thessaloniki sind die größten Städte des Landes. Das Durchschnittsalter liegt bei 44,2 Jahren (in Deutschland bei 46,8 Jahren).

Woran glauben die Griechen?

Die meisten Griechen gehören der orthodoxen Kirche an. [ © Uqbar is back / CC BY-SA 2.0 ]
orthodoxe Kirche, Griechenland

Die heutigen Griechen glauben nicht mehr an die alten Götter, wie du sie vielleicht aus den griechischen Sagen des Altertums kennst. Die meisten gehören dem orthodoxen Christentum an, das auch in der griechischen Verfassung als Staatsreligion festgeschrieben ist. Ihre Kirche ist die griechisch-orthodoxe Kirche. 97 von 100 Griechen gehören ihr an.

Stark in der Minderheit sind andere Religionen. Es gibt also nur wenige Katholiken, Protestanten und Muslime. Die meisten Muslime sind Türken oder Roma, manchmal auch Einwanderer aus Albanien oder aus Pakistan. Auch viele Flüchtlinge, die in Griechenland Zuflucht suchen, sind muslimischen Glaubens.

Griechenland ist Einwanderungs- und Auswanderungsland zugleich

Schon immer wanderten Menschen nach Griechenland ein. Als Land mit sehr viel Küste zog es viele Seefahrer an, die an den Küsten anlandeten und weitere Menschen mit sich brachten. Umgekehrt suchten viele Griechen, von den Küsten aus, nach fernen Ländern, um sich dort anzusiedeln. So ist Griechenland auf der einen Seite ein Einwanderungsland, weil viele Menschen ins Land kamen, aber auch ein Auswanderungsland, weil es viele auch verließen.  

An den Küsten Griechenlands landeten Neuankömmlinge an. Es fuhren aber auch immer wieder Griechen ab, um fremde Länder zu erkunden. [ © Bernhard Wintersperger / CC BY 2.0 ]
Küsten Griechenlands

Was spricht man denn in Griechenland?

Die meisten Griechen sprechen Neugriechisch in Griechenland, es gibt aber auch verschiedene Dialekte von Minderheiten. [ © gemeinfrei ]
Dialekte, Minderheiten, Griechenland

Griechisch, ist doch logisch, wirst du vielleicht sagen. Stimmt! 97 von 100 Griechen sprechen die griechische Sprache, wobei es sich hier allerdings um das Neugriechische handelt. Das unterscheidet sich vom Altgriechischen, das die "alten Griechen" vor 2000 Jahren gesprochen haben. Die Unterschiede zwischen beiden Sprachen sind groß, allerdings lässt sich so einiges ableiten vom Altgriechischen.

Wenn du also die Texte der großen griechischen Philosophen wie zum Beispiel Aristoteles im Original lesen willst, dann musst du Altgriechisch lernen. Falls du durch Griechenland reisen möchtest, dann bist du mit Neugriechisch besser bedient. Der Unterschied ist in etwa wie der Unterschied zwischen Latein und Italienisch. Da lässt sich auch einiges ableiten, aber wer Latein gelernt hat, spricht leider noch nicht perfekt Italienisch.

Es gibt auch Dialekte des Neugriechischen. So spricht man im Norden des Landes etwas anders als zum Beispiel auf Kreta. Außerdem werden von den Minderheiten im Land weitere Sprachen gesprochen. Dazu gehören Türkisch oder Albanisch. Viele - vor allem junge Griechen - sprechen übrigens auch Englisch.

Wegweiser in Griechenland[ © Maroulis Gerasimos / CC BY-SA 3.0 ]
Straßenschild in Griechenland

Wie schreibt man Neugriechisch?

Neugriechisch wird (genauso wie Altgriechisch) in griechischen Buchstaben geschrieben. Ein Satz auf Griechisch sieht dann zum Beispiel so aus: Σ’αυτό το μαγαζί ψωνίζω συχνά. Wer Griechisch lernen will, muss also auch das griechische Alphabet lernen! Der Satz bedeutet übrigens "In diesem Geschäft kaufe ich oft ein."

Straßenschilder und Wegweiser werden in Griechenland zum Glück meist in griechischen und in lateinischen Buchstaben beschriftet. So können auch Touristen lesen, wo sie sind.

letzte Aktualisierung am 06.04.2020