Somalias Flagge Somalia

Vor ganz langer Zeit

Höhlenmalereien legen Zeugnis davon ab, dass das heutige Somalia schon sehr früh besiedelt wurde. [ © najeeb / CC BY-SA 2.0 ]
Höhlenmalereien, Somalia, Laas Geel

Die Region des heutigen Somalia wurde wohl schon vor vielen tausenden Jahren bewohnt, davon zeugen Höhlenmalereien. Diese hat man an mehreren Orten sowohl im Norden in Karin Heegan oder Laas Geel als auch im Süden in Buur Heybe entdeckt.

Ägyptische Quellen berichten von einem Land namens Punt. Wissenschaftler vermuten, dass Teile dieses Landes Punt im Gebiet des heutigen Somalia, aber wohl auch Eritrea lagen. Schriftliche Überlieferungen gibt es keine und woher die Bewohner ursprünglich stammen, weiß man nicht genau. Wahrscheinlich kamen sie aus dem Südosten, aus der Gegend des heutigen Äthiopien. Dort siedelten Menschen, die kuschitische Sprachen sprachen.

Die Fakhr Ad-Din-Moschee ist die älteste Moschee in Mogadischu und wurde schon im 13. Jahrhundert erbaut. [ © gemeinfrei ]
Fakhr Ad-Din-Moschee

Verbreitung des Islam

Im 7. und 8. Jahrhundert verbreitete sich der Islam in Somalia. Araber errichteten muslimische Sultanate. Vor allem an der Küste entstanden die ersten Siedlungen. Schon damals kam es immer wieder zu Kriegen und Auseinandersetzungen. Es wechselten sich die Herrscher immer wieder ab.

Die ursprüngliche Lebensweise der Menschen dieser Zeit bestand im Nomadentum, also dem Umherziehen mit ihren Viehherden, und dem Ackerbau im Süden, vor allem in der Nähe der beiden großen Flüsse, wo es ausreichend Wasser gab. Doch kam es auch zu dieser Zeit schon immer wieder zu Dürren, deren Folgen Auseinandersetzungen und Kriege waren, die wieder zu Hunger führten.

Hier siehst du eine historische Karte des Horns von Afrika in der Zeit um 1900. [ © gemeinfrei ]
Historische Karte, Horn von Afrika, 1900

Somalia als Kolonie der Europäer

Ende des 19. Jahrhunderts begannen die Europäer auch Somalia zu kolonialisieren und auszubeuten. Briten und Italiener teilten das Land auf. Der Süden und Osten kamen als Italienisch-Somaliland an Italien und der Norden als Britisch-Somaliland an Großbritannien.

Während die Briten in erster Linie von der Ausfuhr von Fleisch profitierten, errichteten die Italiener Plantagen für Bananen, Baumwolle und Zuckerrohr. Siedlungen wurden gegründet. Wenn es auch keine Sklaverei mehr gab, so arbeiteten vor allem Menschen der Bantu-Stämme zwangsweise auf den Plantagen. Mogadischu war die Hauptstadt dieser Kolonie. Für die Briten im Norden war die Hauptstadt die Hafenstadt Berbera.

Aden Abdullah Osman Daar war der erste Präsident des unabhängigen Staates Somalia. [ © FOCR / gemeinfrei ]
Aden Abdullah Osman Daar

Kampf um die Unabhängigkeit

Die Somalier kämpften für die Unabhängigkeit ihres Landes. Doch es sollte bis zum Jahr 1960 dauern, erst dann wurden das ehemalige Britisch-Somaliland und Italienisch-Somaliland zu einer unabhängigen Republik vereinigt. Die nannte sich dann Somalia.

Der erste Präsident des unabhängigen Somalia hieß Aden Abdullah Osman Daar. Doch damit sollte das Land noch lange nicht zur Ruhe kommen. Vor allem Streitigkeiten untereinander, aber auch Auseinandersetzungen mit Äthiopien und Kenia schufen immer wieder neue Konfliktherde.

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letzte Aktualisierung am 28.05.2019
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