Kolumbiens Flagge Kolumbien

Kolumbien - das Land

Kolumbien liegt im Nordwesten von Südamerika[ © Rei-artur / CC BY-SA 3.0 ]
Lage von Kolumbien in Südamerika

Kolumbien ist das nordwestlichste Land von Südamerika. Durch die Grenze zu Panama ist es an Zentralamerika angebunden. Weitere Landesgrenzen gibt es zu Venezuela, Brasilien, Peru und Ecuador. Als einziges Land Südamerikas hat Kolumbien Zugang zum Atlantik und zum Pazifik. Beide Küsten sind mit mehr als 1400 Kilometern recht lang. Die Atlantikküste nennt man auch Karibikküste, weil hier das Karibische Meer als Teil des Atlantiks liegt.

Naturräume Kolumbiens. Klick zum Vergrößern![ © Shadowfox / CC BY-SA 4.0 ]
Karte Naturräume Kolumbiens

Warum heißt Kolumbien Kolumbien?

Auf Spanisch, das man hier spricht, heißt Kolumbien übrigens Colombia. Das Land wurde nach Christoph Kolumbus benannt.

Fünf Naturräume

Kolumbien ist ein großes Land. Es ist mehr als drei Mal so groß wie Deutschland. Nach seinen Landschaften lässt es sich in fünf große Naturräume teilen. Auf der Karte rechts kannst du das gut erkennen. Braun sind die Anden, gelb das karibische Tiefland, lila das pazifische Tiefland, dunkelgrün ist Amazonien und hellgrün ist Orinokien.

Gut sind die Bergketten der Anden zu erkennen (in Braun).[ © Shadowfox / CC BY-SA 3.0 ]
Reliefkarte von Kolumbien
Der Vulkan Galeras stößt gerade Rauch aus.[ © Josecamillom / CC BY-2.5 ]
Vulkan Galeras

Die Anden

Von Norden nach Süden verlaufen die Anden. Die Anden sind eine sehr lange Gebirgskette, die sich durch die gesamte Westhälfte von Südamerika ziehen. Innerhalb der Anden lassen sich drei Bergketten unterscheiden: die westliche, die zentrale und die östliche Kordillere. Diese Dreiteilung ist auch in Kolumbien vorhanden.

Zwischen den Bergketten fließen die beiden längsten Flüsse des Landes ins Karibische Meer: der Río Cauca (1180 Kilometer) und der Río Magdalena (1538 Kilometer). In einem Tal dieses Flusses liegt die Tatacoa-Wüste in einem Trockenbecken. In den Bergen liegen auch die größten Seen des Landes sowie die größten Städte: Bogotá, Medellín und Cali.

 

Vulkane

In den Bergen liegen auch mehrere Vulkane. Ganz im Süden befindet sich der Vulkan Galeras, der noch immer aktiv ist und in den Jahren 2009 und 2010 ausbrach. Auch der Vulkan Nevado del Huila, ebenfalls im Landessüden,  ist noch aktiv.

Ganz im Norden liegt hingegen die Sierra Nevada Santa Marta, die zu den Zentralkordilleren gehört. Hier liegen die beiden höchsten Berge des Landes: Der Pico Cristóbal Colón und der Pico Simón Bolívar sind beide 5775 Meter hoch. Pico bedeutet auf Spanisch Gipfel.

Die Halbinsel Guajira ist sehr trocken.[ © Wicho 2 / CC BY-SA 2.5 ]
Guajira-Halbinsel

Karibisches Tiefland

Die Karibikküste bildet ein Tiefland. Direkt an der Küste liegen die Städte Barranquilla, Cartagena de Indias und Santa Marta. Das Hinterland selbst ist sehr dünn besiedelt. Hier liegen große Sumpfgebiete. Den nordöstlichsten Zipfel des Landes bildet die Guajira-Halbinsel (deren südlichster Streifen zu Venezuela gehört). Hier ist es sehr windig und trocken.

Der Río Atrato windet sich durch die Landschaft.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Río Atrato

Pazifisches Tiefland

Dünn besiedelt ist auch das Pazifische Tiefland, wo es besonders heiß und feucht ist. Hier wächst undurchdringlicher tropischer Regenwald. Als fast einzige Verkehrswege dienen die Flüsse, wie der Río Atrato. Direkt an der Küste liegen die Städte Buenaventura und Tumaco.

Der Río Vaupés fließt durch Amazonien.[ © Dairo / CC BY-SA 4.0 ]
Río Vaupés

Amazonien

Der Südosten von Kolumbien bildet das Gebiet Amazonien. Der Fluss Amazonas, berührt Kolumbien zwar nur in seiner südöstlichsten Ecke als Grenzfluss zu Peru, doch viele Flüsse in diesem Gebiet fließen in Richtung des Amazonas. Dichter Regenwald bedeckt das Land. Nur wenige Indigene leben hier. Durch dieses Gebiet verläuft der Äquator durch Kolumbien.

Die Llanos sind sehr flach.[ © CIAT / CC BY-SA 2.0 ]
Llanos in Kolumbien

Orinokien oder Llanos

Der Nordosten des Landes wird auch Orinokien genannt, denn die Flüsse hier fließen in Richtung des Orinoco, zum Beispiel der Río Meta oder Río Guaviare. Der Orinoco ist Grenzfluss zu Venezuela, durch das er über zwei Drittel seiner Länge fließt. Weil das Land hier flach ist, wird es auch Östliche Ebene (Llanos Orientales) genannt. Auch in dieser Region leben nur wenige Menschen.

Die Inseln San Andrés und Providencia liegen zwar vor der Küste von Nicaragua, gehören aber zu Kolumbien. Auf dem Foto siehst du das Inselchen Johnny Cay.[ © Mario Carvajal / CC BY-3.0 ]
Johnny Cay
Die Insel Malpelo liegt im Pazifik und ist unbewohnt.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Insel Malpelo

Inseln

Sowohl in der Karibik als auch im Pazifik liegen Inseln, die zu Kolumbien gehören. Im Karibischen Meer ist das die Inselgruppe San Andrés und Providencia, zu der neben den beiden gleichnamigen Inseln noch einige weitere gehören. Die Inselgruppe liegt 770 Kilometer vom kolumbianischen Festland entfernt, aber nur 200 Kilometer von Nicaragua. Viel näher am Festland liegen Fuerte und Tortuguilla sowie weitere kleine Inseln. Größer ist Tierra Bomba, wo 9000 Menschen leben.

500 Kilometer vom Festland entfernt, liegt die Insel Malpelo mit mehreren kleinen Nebeninseln. Malpelo ist unbewohnt und darf nur mit Genehmigung besucht werden, zum Beispiel von Forschern.

Auch Gorgona – nur 35 Kilometer vom Festland entfernt gelegen – ist unbewohnt. Gorgona war zwischen 1960 und 1983 eine Gefängnisinsel und beherbergte die gefährlichsten Verbrecher des Landes. Seit 1984 ist die Insel ein Nationalpark und wurde zum UNESCO-Welterbe erklärt. Hier kann man den Gesang der Buckelwale hören!

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letzte Aktualisierung am 05.12.2017