Kolumbiens Flagge Kolumbien

Im Hafen von Cartagena lagern viele Container.[ © Pe-sa / CC BY-SA 3.0 ]
Hafen von Cartagena

Kolumbiens Wirtschaft

Kolumbiens Wirtschaft hat ein hohes Wachstum hinter sich. Ausländischen Unternehmen wird es leicht gemacht, im Land zu investieren. Große Unternehmen wie Siemens, Microsoft, Renault, Bayer oder BASF haben in Kolumbien ihre Basis für ihren südamerikanischen Handel. Mit mehreren Ländern hat Kolumbien Freihandelsabkommen geschlossen.

Hier wird Steinkohle abgebaut. Die Cerrejón-Mine ist der größte Tagebau für Steinkohle in ganz Lateinamerika.[ © Hour.poing / CC BY-SA 3.0 ]
Cerrejón-Steinkohlemine in Kolumbien

Kohle, Erdöl, Nickel und Smaragde

Die Wirtschaft beruht stark auf Kohle und Erdöl. Kolumbien ist weltweit der neuntgrößte Steinkohleproduzent und Lateinamerikas viertgrößter Erdölproduzent (weltweit belegt das Land Platz 20). Wenn hier die Preise fallen, gerät die Wirtschaft in Not.

Bei der Produktion von Nickel belegt Kolumbien weltweit Platz 11, bei Smaragden Platz 1.

Wie hier auf der Guajira-Halbinsel gibt es noch weitere ungepflasterte Straßen in Kolumbien. Das ist für den Transport von Waren schlecht.[ © Petruss / CC BY-SA 3.0 ]
Straße auf Guajira

Probleme der Wirtschaft

Ein Problem für die Wirtschaft ist außerdem die fehlende oder schlechte Infrastruktur: Mindestens ein Drittel aller Straßen sind nicht asphaltiert. Die Arbeitslosigkeit ist mit 9 Prozent recht hoch. Die Einkommen sind ungleich verteilt. Armut, Drogenhandel und eine insgesamt unsichere Lage erschweren das Wirtschaftswachstum ebenfalls. Drogenkartelle, also Zusammenschlüsse von Menschen, die mit Drogen handeln, üben großen Einfluss aus, die Kriminalität im Zusammenhang mit Rauschgift ist hoch.

Ein Smaragd aus Kolumbien[ © Rob Lavinsky / CC BY-SA 3.0 ]
Smaragd aus Kolumbien
Touristen mögen an Kolumbien die schönen Strände wie hier im Tayrona-Nationalpark.[ © Adventourscolombia / CC BY-SA 4.0 ]
Touristen in Kolumbien

Industrie

32,6 Prozent erwirtschaftet die Industrie, obwohl hier nur 21 Prozent arbeiten. Es gibt Fabriken für Kleidung, Nahrungsmittel, Getränke und Chemikalien. Erdöl wird in Raffinerien verarbeitet. Gold, Kohle, Nickel und Smaragde werden abgebaut. Bei der Förderung von Smaragden ist Kolumbien weltweit Spitzenreiter.

 

Dienstleistungen

60,3 Prozent der Wirtschaftsleistung stammen aus Dienstleistungen. In diesem Bereich arbeiten 62 Prozent der Menschen. Hierzu gehören Handel, Finanzen, Transport, Energie, Telekommunikation und auch der Tourismus.

Trotz der politisch unsicheren Lage kommen jedes Jahr viele Besucher nach Kolumbien – mit steigender Tendenz, seit hier Besserungen eingetreten sind. Kamen 2003 noch rund 500.000 Touristen, waren es 2014 schon 2,5 Millionen.

Strom stammt hauptsächlich aus erneuerbaren Energien. 68 Prozent wird durch Wasserkraft erzeugt.

Was wird in Kolumbien angebaut? Blätter zu Seite 2: Landwirtschaft in Kolumbien

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letzte Aktualisierung am 23.04.2020