Slowakeis Flagge Slowakei

Geschichte der Slowakei von 1945 bis heute

Die ČSSR: Tschechoslowakische Sozialistische Republik

Die Tschechoslowakei wurde also neu gegründet. 1946 gewann die Kommunistische Partei die Wahlen, 1948 übernahm sie im Februarumsturz die Macht. Staatspräsident Beneš wurde zum Rücktritt gezwungen. Die Verfassung wurde geändert und das Land nach sowjetischem Vorbild umgestaltet. Das Land wurde zur Tschechoslowakischen Sozialistischen Republik, abgekürzt auch ČSSR.

Schon ab 1963 versuchte der Anführer der slowakischen Kommunisten, Alexander Dubček, einen liberaleren Kurs durchzusetzen. Als er 1968 neuer Parteivorsitzender wurde, war sein Ziel, einen "Sozialismus mit menschlichem Antlitz" zu schaffen. Reformen und ein ganz neuer Kurs wurden zum Prager Frühling. Doch die Sowjetunion wollte dies verhindern und schickte Truppen in die Tschechoslowakei. Der neue Kurs wurde gewaltsam beendet.

Samtene Revolution und Teilung der Tschechoslowakei

Am 17. November 1989 wurde eine friedliche Demonstration von Studenten brutal von der Polizei unterdrückt. Darauf erfolgte eine Gegendemonstration mit 750.000 Menschen. Staatspräsident Gustáv Husák trat am 10. Dezember zurück. Václav Havel, der sich aktiv für den Umsturz eingesetzt hatte, wurde neuer Präsident. So kam es also zu einem gewaltfreien Umsturz und aus dem kommunistischem System wurde eine Demokratie.

Die ersten Jahre verdeutlichten aber, dass die Interessen in Tschechien und der Slowakei nicht unbedingt die gleichen waren. 1992 wurde darum die Teilung der Tschechoslowakei in die zwei Staaten Tschechien und Slowakei beschlossen und umgesetzt.

Unabhängigkeit der Slowakei 1993

Zum 1. Januar 1993 wurde der neue unabhängige Staat Slowakei gegründet. Ministerpräsident wurde Vladimír Mečiar. Der regierte jedoch zunehmend autoritär und verweigerte sich wirtschaftlichen Reformen. Mit seiner Amtszeit sind zahlreiche Skandale verbunden. Zum Westen geriet er zunehmend in Isolation, da er sich mehr Russland zuwandte.

1998 wurde Mečiar von Mikuláš Dzurinda abgelöst. In seiner Amtszeit bis 2006 führte Dzurinda die Slowakei in die EU.

Robert Fico wurde 2006 sein Nachfolger. In der Amtszeit bis 2010 trat die Slowakei dem Schengen-Abkommen und der Eurozone bei. 2010 bis 2012 war Iveta Radičová Ministerpräsidentin, seit 2012 hatte Robert Fico das Amt erneut inne und wurde 2016 wiedergewählt. 2018 trat er zurück. Mehrere Ministerpräsidenten folgen ihm im kurzen Wechsel ins Amt. 2023 wurde Robert Fico dann erneut Ministerpräsident der Slowakei. Es ist seine vierte Amtszeit. Fico gehört der sozialdemokratischen Partei Smer an.

Staatspräsidentin ist seit 2019 Zuzana Čaputová.

letzte Aktualisierung am 07.11.2023