Vereinigte Arabische Emirate
Die Folgen des Klimawandels in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE)
Das Pariser Klimaschutzabkommen von 2015 hat eigentlich einen Rahmen festgelegt, wie die globale Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius beschränkt werden kann. Um dieses - mittlerweile schon fast nicht mehr zu erreichende Ziele - einzuhalten, sollen alle Länder, die das Abkommen unterschrieben haben, ihre Treibhausgasemissionen vermindern. Auch die Golfstaaten haben unterschrieben. Zu den Golfstaaten zählen neben den Vereinigten Arabischen Emiraten auch Saudi-Arabien, Katar, Bahrain und Oman. Die Länder rund um den Persischen Golf gehören zu den wichtigsten Erdölregionen der Welt. Dort befinden sich mehr als die Hälfte der bekannten Erdölreserven und ein großer Teil der weltweiten Erdgasreserven. Die Auswirkungen des Klimawandels sind zwar ähnlich, doch gibt es Unterschiede.
Auch in den VAE macht sich der Klimawandel bemerkbar. Obwohl dieser voranschreitet, gibt es Maßnahmen des kleinen und sehr reichen Staates am Golf. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben sich vorgenommen, bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. Das bedeutet, dass sie dann nicht mehr Treibhausgase ausstoßen wollen, als wieder ausgeglichen werden können. Als sie dieses Ziel ankündigten, waren sie das erste Land im Nahen Osten, das sich zu einem solchen Klimaziel verpflichtete. Mittlerweile ziehen auch die anderen Golfstaaten nach, da sie erkannt haben, dass an der Klimaneutralität kein Weg vorbei führt. Diskutiert wird - wie überall allerdings - die Geschwindigkeit.
Wusstest du ...?
... Die Vereinigte Arabische Emirate gehören zu den Ländern mit dem höchsten Wasserverbrauch der Welt. Im Durchschnitt verbraucht eine Person dort etwa 500 bis 550 Liter Wasser pro Tag. Zum Vergleich: Weltweit liegt der tägliche Wasserverbrauch pro Person meist zwischen 150 und 300 Litern. Der hohe Verbrauch kommt nicht nur vom Duschen oder Trinken. Viel Wasser wird auch für Gärten, Parks, Hotels und die Landwirtschaft benötigt. Da die Emirate kaum natürliche Süßwasserquellen besitzen, wird ein großer Teil des Wassers aus Meerwasser gewonnen und entsalzt.
Deshalb versuchen die VAE inzwischen, sparsamere Bewässerungssysteme und moderne Technologien einzusetzen, damit weniger Wasser verbraucht wird.
Wie schaut es in den VAE mit dem Wasser aus?
Einmal vorweg. Die VAE liegen inmitten einer Wüste auf der Arabischen Halbinsel. Hier gibt es sehr wenig Wasser. Um an Trinkwasser zu kommen, muss der Golfstaat auf die Entsalzung von Meerwasser setzen. Denn es gibt keine Flüsse, keine Seen und fast keine Süßwasserquellen.
Die Vereinigten Arabischen Emirate sind sehr reich. Das Bild prägen viele Wolkenkratzer in den Städten. Diese sollen den Reichtum des Landes zeigen. Doch auf der anderen Seite ist der Staat arm, arm an Wasser. Und die Bevölkerung wächst in den VAE. So muss sich die Regierung Gedanken machen, wie die Versorgung der Menschen mit Wasser auf die Dauer garantiert werden kann.
Der Klimawandel lässt sich auch in den Golfstaaten wie den VAE nicht mehr leugnen. Schon ohne Klimawandel lagen die Temperaturen im Sommer extrem hoch. Jetzt bricht jeder neue Sommer wieder einen neuen Rekord. In den letzten Jahren waren in den VAE die Sommer so heiß, dass sie zu einer Gefahr für die Menschen wurden. Es wurden Temperaturen über 50 Grad gemessen, die höchste gemessene Temeparatur 2023 lag bei 50,8. Ein Leben ohne Klimaanlage scheint nicht mehr möglich zu sein. Gleichzeitig nehmen Sandstürme zu und der steigende Meeresspiegel zeigt sich auch hier schon an der Küste. 20% mehr Sandstürme sind in Zukunft möglich. Die karge Landwirtschaft wird weiter geschädigt. Gegen all diese Entwicklungen hilft auch das Öl nichts.
Entsalzung
Warum ist die Entsalzung gefährlich? Entsalzen des Meeres klingt ja eigentlich gut. Doch es stellt eine Gefahr dar, da das Salz dem Meer zurückgeführt wird. Dadurch wird das Meer wieder salziger, was dann das Gleichgewicht im Meer durcheinanderbringt.
Was tun die VAE gegen den Klimawandel?
Die Vereinigte Arabische Emirate investieren seit einigen Jahren verstärkt in erneuerbare Energien, vor allem in Sonnenenergie. Das ist naheliegend, denn in den Emiraten scheint an sehr vielen Tagen im Jahr die Sonne. In der Nähe von Dubaibefindet sich zum Beispiel eine der größten Solaranlagen der Welt, der Mohammed bin Rashid Al Maktoum Solar Park. Dort wird Strom aus Sonnenlicht gewonnen.
Die VAE haben außerdem angekündigt, bis zum Jahr 2050 klimaneutral werden zu wollen. Das bedeutet, dass sie langfristig nicht mehr Treibhausgase ausstoßen wollen, als wieder ausgeglichen werden können.
Trotzdem spielt Erdöl und Erdgas weiterhin eine wichtige Rolle für die Wirtschaft des Landes. Deshalb sagen manche Experten, dass die Emirate zwar in neue Technologien investieren, aber gleichzeitig weiterhin stark auf fossile Energien setzen.
Was passierte in Dubai im Dezember 2023?
Im Dezember 2023 fand in Dubai ein sehr wichtiges internationales Treffen statt: die COP28. Bei dieser Weltklimakonferenz trafen sich Politikerinnen und Politiker aus fast allen Ländern der Welt. Gemeinsam diskutierten sie darüber, wie der Klimawandel gebremst werden kann.
Solche Konferenzen finden jedes Jahr in einem anderen Land statt. Die Konferenz in Dubai sollte vor allem darüber entscheiden, wie schnell die Welt den Ausstoß von Treibhausgasen verringern kann.




