Surinames Flagge Suriname

Die Wirtschaft von Suriname

In der Rosebel-Mine wird Gold abgebaut.[ © Iamgold / CC BY-SA 3.0 ]
Rosebel-Goldmine

Die Wirtschaft von Suriname ist in den letzten Jahren gewachsen und wird mit guten Aussichten eingestuft. Gold, Öl und Bauxit sind für die Wirtschaft besonders wichtig. Diese drei Rohstoffe erwirtschaften nämlich 80 Prozent der Einnahmen aus dem Export, also dem Verkauf ins Ausland. Dadurch ist die Wirtschaft allerdings auch stark abhängig von den Preisen auf dem Weltmarkt für diese Rohstoffe. Ein Drittel der gesamten Wirtschaft erwirtschaftet die Industrie, mehr als die Hälfte stammen aus Dienstleistungen.

1915 wurden Bananen noch per Boot transportiert.[ © Tropenmuseum / CC BY-SA 3.0 ]
Bananentransport 1915

Was wird in Suriname angebaut?

Nur knapp 12 Prozent des Bruttoinlandsprodukts stammen aus der Landwirtschaft, in der auch nur 11 Prozent der Bevölkerung arbeiten. Angebaut werden vor allem Reis, Bananen und Zitrusfrüchte sowie Palmkernöl, Kokosnüsse und Erdnüsse. Die Anbaugebiete befinden sich in der fruchtbaren Küstenebene.

Bauxit, Gold und Erdöl

In dieser Fabrik in Paranam wird Bauxit zu Aluminium verarbeitet.[ © Mark Ahsmann / CC BY-SA 3.0 ]
Aluminiumhütte in Paranam

Die Industrie trägt mit 31,1 Prozent zur Wirtschaft bei. Knapp 20 Prozent arbeiten in diesem Bereich, vor allem im Bergbau. Am wichtigsten sind der Abbau von Bauxit (ein Aluminiumerz) und Gold. Der Export von Bauxit bringt die meisten Devisen. Nach dem Bau des großen Brokopondo-Stausees konnte man genügend Wasserenergie erzeugen, um die Aluminium-Produktion aufzunehmen.

Die größte Goldmine ist die Rosebel-Mine im Nordosten des Landes. Eine zweite große Goldmine soll das Merian-Goldprojekt werden, das 2013 unterzeichnet wurde. Das Abbaugebiet liegt ebenfalls im Nordosten, bei der Stadt Moengo. Ein Problem sind illegale (nicht erlaubte) Minen im Regenwald, die die Umwelt zerstören. Rund 20.000 solcher kleiner illegaler Minen soll es geben.

Erdöl wird an der Küste gefördert. Der Staatlichen Surinamischen Ölgesellschaft gehören auch die Tankstellen im Land, seit 2014 vertreibt man dort eigenes  Benzin. Bauxit wird im Land zu Aluminium verarbeitet, Erdöl raffiniert. Fabriken verarbeiten auch Holz und Fisch. Alle genannten Waren werden exportiert, ebenfalls Reis und Bananen.

Der Handel gehört zu den Dienstleistungen. Hier wird Fisch angeboten.[ © Mark Ahsmann / CC BY-SA 3.0 ]
Fischmarkt in Lelydorp

Die Dienstleistungen

57 Prozent erwirtschaften die Dienstleistungen. 69 Prozent der Bevölkerung arbeiten hier. Zu den Dienstleistungen gehören der Handel, die Gastronomie, Energie, Finanzen und auch der Tourismus. 2017 kamen knapp 278.000 Besucher nach Suriname.

letzte Aktualisierung am 27.04.2020