Perus Flagge Peru

Perus Bodenschätze

Die Mine Yanacocha ist die größte Goldmine Lateinamerikas! Sie liegt im Nordwesten von Peru.[ © Elbuenminero / CC BY-SA 3.0 ]
Goldmine Yanacocha

Perus Wirtschaft ist abhängig von den reichen Bodenschätzen des Landes. Vor allem Silber, Gold, Zink und Kupfer lagern in Perus Erde. Ihr Verkauf in andere Länder (Export) bringt die größten Erlöse für die Wirtschaft, angeführt von Gold und Kupfer. Peru ist weltweit der größte Förderer von Silber, der zweitgrößte von Kupfer und der sechstgrößte Förder von Gold. Abgebaut werden auch Zinn, Blei und Eisenerz.

Ihre industrielle Aufbereitung stellt einen wichtigen Industriezweig dar. Ihr weltweiter Export bringt Peru die höchsten Deviseneinnahmen. Damit ist die Wirtschaft aber auch abhängig von den Weltmarktpreisen. Sinken die Preise, sinken auch die Einnahmen. Bergbau führt leider aber auch immer wieder zu Umweltproblemen, etwa wenn zuvor unberührtes Gebiet abgeholzt wird oder wenn Chemikalien den Boden belasten.

Fischer in Peru werden von Pelikanen beobachtet.[ © Quelle: www.pixabay.com ]
Fischer in Peru

Fischerei

Fischfang ist auch sehr bedeutsam. Nach dem Bergbau ist er die zweite Haupteinnahmequelle. Vor allem die Produktion von Fischmehl und Fischöl hat große Bedeutung, aber auch Frischfisch und Fischkonserven werden produziert.

Ein Problem stellt die Überfischung der an sich äußerst fischreichen Gewässer des kalten und sauerstoffreichen Humboldtstroms dar, vor allem wenn als Folge von El Niño eine von Ecuador kommende südlich gerichtete Warmwasserströmung ein Abdrängen des Humboldtstroms bewirkt. Die riesigen Anchovis-Schwärme - eine Sardellenart, aus der das für die Futtermittelindustrie wichtige Fischmehl gewonnen wird - bleiben dann aus.

Landwirtschaft in Peru

Obstverkäuferin auf einem Markt in Ayacucho[ © Tabea Huth / CC BY-SA 3.0 ]
Markt in Ayacucho

Die Landwirtschaft trägt nur 7,6 Prozent zur Wirtschaftsleistung (BIP) des Landes bei. Es arbeiten allerdings 25,8 Prozent der Menschen in diesem Bereich. Ins Ausland verkauft werden Kaffee, aber auch Spargel oder Weintrauben, die nicht traditionell angebaut wurden. Für Kaffee ist Peru der sechstgrößte Produzent, für Quinoa der größte, für Spargel der zweitgrößte.

Weitere Exportprodukte sind Mangos und Avocados. Reis und Zuckerrohr werden an der nördlichen Küste angebaut, wo sie auf großen Flächen künstlich bewässert werden. Angebaut werden auch Kakao, Baumwolle, Kartoffeln, Kochbananen, Ananas, Zitronen, Orangen, Guaven und Tomaten.

Der Hafen der Stadt Callao ist einer der wichtigsten Häfen Südamerikas.[ © Alex Proimos / CC BY 2.0 ]
Hafen der Stadt Callao

Industrie in Peru

34,7 Prozent erwirtschaftet die Industrie, in der jedoch nur 17,4 Prozent der Menschen arbeiten. Neben dem Bergbau und der Verarbeitung von Erzen werden auch Fische, Kleidung, Nahrungsmittel, Getränke und chemische Produkte wie Düngemittel oder Kunstfasern verarbeitet oder hergestellt. Erdöl und Erdgas werden ebenfalls gefördert und raffiniert. Sie spielen für den Export keine große Rolle, werden aber im Land selbst gebraucht und genutzt. Wolle, Baumwolle und Jute werden vor allem von Kleinbetrieben verarbeitet.

Viele Touristen kommen, um Machu Picchu zu sehen, andere gehen an den Strand.[ © Villa de omas / CC BY-SA 3.0 ]
Strand in Peru

Der Tourismus

Knapp 58 Prozent des BIP erbringen die Dienstleistungen und hier arbeiten auch etwa so viele Menschen. Vor allem der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für Peru. Die alte Inkastadt Machu Picchu ist eines der bedeutendsten Ziele für Touristen in Südamerika. Mehr als drei Millionen Touristen kommen jedes Jahr nach Peru. Stromerzeugung ist ein weiterer wichtiger Bereich.

letzte Aktualisierung am 05.12.2017