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Isolierte Völker

Völker, die ohne Kontakt zur Außenwelt leben, gibt es in Südamerika einige. In Peru leben allein 15 solcher "nicht-kontaktierten" Indios. Man hat ihnen zugesichert, dass sie weiter so leben dürfen. Würden Menschen zu ihnen kommen, könnten sie zum Beispiel, wie viele ihrer Vorfahren im 16. Jahrhundert, an Grippe sterben, weil sie keine Abwehr gegen solche Krankheiten entwickelt haben. Allerdings gibt es Unternehmen, die in ihren Gebieten zum Beispiel nach Öl bohren wollen. Das ist nicht nur eine Gefahr für die Umwelt, sondern eben auch für das Leben der Indios. Die Indios klagen dagegen. Auch illegales Holzfällen in den Indio-Gebieten kann für sie tödlich enden: In den 1990er Jahren starb die Hälfte des Stammes Murunahua nach Kontakt mit den Holzfällern.

Die Menschen in Peru

Eine Frau aus Peru trägt ihr Baby auf dem Rücken.[ © Ian Riley / CC By 2.0 ]
Frau aus Peru
Kinder der Ashaninka[ © Schönitzer / CC By-Sa 4.0 ]
Kinder der Ashaninka
Mann in Peru bei der Arbeit[ © Alex Proimos / CC BY 2.0 ]
Mann in Peru bei der Arbeit

Knapp 32 Millionen Menschen leben in Peru. Zusammen mit Guatemala und Bolivien ist Peru eines der Länder mit dem höchsten Anteil indigener Bevölkerung. Man schätzt den Anteil der Indios an der gesamten Bevölkerung auf 31 bis 45 Prozent. Sie verteilen sich auf mehr als 60 Völker. Die Mehrheit der Indios spricht eine Quechua- oder eine Aymara-Sprache. Im Regenwald an der Grenze zu Ecuador leben etwa 15 Gruppen von nicht-kontaktierten Indios.

Mehr als 3 Millionen der Indios in Peru gehören einem Volk der Quechua an. Die meisten von ihnen leben in den Anden, nur die Llacuash sind im Regenwald zu Hause. Mit rund 400.000 Personen bilden die Aymara die zweitgrößte Gruppe der indigenen Völker. Die Aymara leben auf dem Altiplano (Hochebene) im Süden Perus. Die drittgrößte Gruppe sind die Ashaninka (etwa 60.000 bis 90.000). Sie sprechen mit neun weiteren peruanischen Ethnien eine Arawak-Sprache und leben im Regenwald.

Ähnlich groß ist der Anteil an gemeinsamen Nachfahren von Weißen und Indios. Die Angaben schwanken zwischen 37 und 44 Prozent. 15 Prozent sind Weiße, meistens Nachfahren von Spaniern, aber auch aus anderen europäischen Ländern. Etwa 4 Prozent haben schwarze Vorfahren, die Afro-Peruaner. Ihre Vorfahren kamen ab dem 16. Jahrhundert als Sklaven hierher. Und rund 3 Prozent sind asiatischer Herkunft, meist aus Japan oder China.

Junge Ashaninka[ © Antônio Milena/ABr / CC BY 3.0 Br ]

Mehr zur Bevölkerung und dem Glauben: Seite 2. Welche Sprache spricht man in Peru? Geh dazu zu Seite 3! Und wer sind die Urus? Das erfährst du auf Seite 4!

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letzte Aktualisierung am 24.04.2020