Chiles Flagge Chile

Der Hafen von Valparaíso ist ein wichtiger Umschlagplatz.[ © Sérgio Schmieglow / CC BY-SA 3.0 ]
Hafen von Valparaíso

Die Wirtschaft in Chile

Der Wirtschaft von Chile ist eine der stabilsten in Südamerika. Seit mehr als zehn Jahren wächst die Wirtschaft. Im Human Development Index, einer Liste aller Länder, in der man Einkommen, aber auch Gesundheit und Bildung der Einwohner misst, steht Chile auf Platz 42 (von 189 Ländern) – und nimmt somit den höchsten Platz eines südamerikanischen Landes ein. Auch bei der Korruption nimmt es einen der besten Plätze ein, das heißt, es gibt wenig Korruption. Chile hat nach Uruguay den besten Wert Lateinamerikas. 2010 wurde Chile Mitglied der OECD, als erstes Land in Südamerika.

Die Kupfermine Chuquicamata liegt im Norden von Chile und ist der größte Tagebau der Welt.[ © Reinhard Jahn / CC BY-SA 2.0 de ]
Kupfermine Chuquicamata

Bodenschätze: Kupfer, Lithium und Gold

Kupfer und Lithium werden gefördert und verarbeitet. Kupfer ist einer der wichtigsten Bodenschätze des Landes. So befinden sich die beiden größten Kupferbergwerke der Welt in Chile. Chile ist der weltgrößte Förderer von Kupfer. Bei Gold zählt Chile zwar derzeit nicht zu den großen Förderern, doch lagern in chilenischer Erde noch große Vorkommen.

Diese Kirschen sind in Chile gewachsen.[ © Malissette / CC BY-SA 3.0 ]
Kirschen aus Chile
Hier wird bei der Chiloé-Insel Lachs gezüchtet.[ © Lin Linao / CC BY-SA 3.0 ]
Lachszucht bei Chiloé

Landwirtschaft: Obst - und Lachs

Landwirtschaft trägt nur zu einem sehr kleinen Teil zur Wirtschaft des Landes bei (4,2 Prozent). 9,2 Prozent der Einwohner arbeiten in der Landwirtschaft. Angebaut wird zunehmend Obst wie  Äpfel, Birnen, Aprikosen, Kirschen und Pfirsiche sowie Spargel, Blumen und Wein. Diese Produkte werden vor allem nach Südamerika und in die USA exportiert. Der traditionelle Anbau von Weizen, Mais und Zuckerrüben geht zurück und ist mehr für den Verkauf im eigenen Land gedacht, ebenso wie die Viehzucht von Rindern, Schafen und Geflügel.

Außerdem wird an der Küste Fisch gefangen. Lachs wird in Aquakulturen gezüchtet. Chile exportiert inzwischen genauso viel Lachs wie Norwegen, hättest du das gedacht? Chile wird immer mehr zu einer wichtigen Fischereination. Die riesigen Anchovis- und Sardinenschwärme werden zu Fischmehl verarbeitet und exportiert, vor allem nach Deutschland.

Industrie

In dieser Fabrik der Firma Carozzi werden Nahrungsmittel verarbeitet.[ © Warko / CC BY-SA 3.0 ]
Fabrik Carozzi in San Bernardo

Ein Drittel (33 Prozent) des BIP erwirtschaftet die Industrie mit 23 Prozent der arbeitenden Bevölkerung. Fabriken gibt es für Nahrungsmittel, Fischverarbeitung, Eisen und Stahl, Holz, Zement und Textilien. Gewinne aus dem Export, also dem Verkauf an andere Länder, gibt es vor allem für Kupfer. Außerdem werden Obst (vor allem Weintrauben und Äpfel), Fisch, Papier und Wein verkauft.

Touristen bringen Geld ins Land. 3,6 Millionen Menschen kommen jedes Jahr aus dem Ausland nach Chile.[ © Edosanra / CC BY-SA 3.0 ]
Ausflug zu den Pinguinen

Touristen bringen Geld

63 Prozent tragen die Dienstleistungen zur Wirtschaft Chiles bei. Hierzu gehören Läden, Restaurants, Banken, Transport, Stromanbieter und vieles mehr. Auch der Tourismus zählt dazu. 6 Millionen Menschen kommen jährlich nach Chile - so viele waren jedenfalls 2018. Nach Mexiko und Brasilien ist Chile damit zusammen mit Peru, das von ähnlich vielen Touristen besucht wird, eines der am häufigsten besuchten Reiseziele. Somit ist der Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig.

 

 

letzte Aktualisierung am 22.04.2020