Sloweniens Flagge Slowenien

Auf dieser Karte siehst du, wo überall in Europa Revolutionen um 1848/49 ausbrachen. [ © Alexander Altenhof / CC BY-SA 4.0 ]
Revolution, 1848, Karte

Das Nationalbewusstsein erwacht

Um 1700 wurde das Interesse an der eigenen, slowenischen Sprache immer stärker. So wurde diese letztlich auch im Schulunterricht eingeführt. Dies blieb auch so.

1848 bestand die Hoffnung, dass auch Slowenien eine stärkere Unabhängigkeit erhalten würde. Doch die Habsburger behaupteten ihre Macht. 1867 wurde das Kaiserreich zur Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Slowenien zählte in großen Teilen zu Österreich, nur eine Provinz im Osten namens Prekmurje gehörte zu Ungarn.

Vom Königreich Jugoslawien...

Karte vom Königreich Jugoslawien, das bis 1941 bestand[ © Mariusz Paździora / CC BY 3.0 ]
Königreich Jugoslawien 1921-1941

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Streben der südslawischen Staaten immer stärker, einen gemeinsamen Staat zu errichten.

Aus dem Ersten Weltkrieg ging Österreich-Ungarn als Verlierer hervor. So gründeten die Führer Sloweniens gemeinsam mit den südslawischen Nachbarn 1918 das Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen. Eigentlich planten die Slowenen, nur einem lockeren Staatenbund anzugehören. Sie konnten aber am Ende nicht verhindern, dass in der Verfassung vom Jahr 1921 ein Zentralstaat entstand, der im Jahr 1929 in Königreich Jugoslawien, was übersetzt "Südslawien" bedeutet, umbenannt wurde.

Zu diesem Staat gehörten neben Slowenien auch Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Serbien Montenegro, der Kosovo sowie Teile von Mazedonien. Dieses Königreich Jugoslawien fand im Jahr 1941 sein Ende, als die Deutschen in Slowenien einmarschierten. Slowenien wurde aufgeteilt, doch gleichzeitig erwuchs Widerstand vor allem durch die Partisanen, die von den Kommunisten angeführt wurden. Eine besondere Rolle spielte hier Josip Broz Tito, dem es 1945 gelang, Slowenien von der Besatzung zu befreien.

Josip Broz Tito war erst Partisanenkämpfer und später der Staatschef der Volksrepublik Jugoslawien. [ © gemeinfrei ]
Josip Broz Tito

...bis zur Volksrepublik Jugoslawien

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Slowenien Teilrepublik in der Föderativen Volksrepublik Jugoslawien. Tito, der sich am Anfang gut mit der Sowjetunion verstand, löste sich immer mehr und entwickelte einen eigenen "Titoismus".

Er entfernte sich von der Sowjetunion und Stalin und näherte sich immer stärker dem Westen an. Gleichzeitig wuchs auch der Wohlstand in Jugoslawien. Doch trotz der Nähe zum Westen waren der Freiheit Grenzen gesetzt.

Slowenien als wirtschaftsstarke Region im Staatenverbund fühlte sich oft betrogen, weil es immer wieder Gelder an den ärmeren Süden abgeben musste. Das förderte die Unzufriedenheit. Doch solange Tito lebte, konnte der Staat zusammengehalten werden.

Die Widerstände kamen allerdings nach Titos Tod im Jahr 1980 zum Tragen, als klar wurde, dass die Volksrepublik wohl irgendwann auseinanderbrechen würde. Es sollte noch zehn Jahre dauern, dann war es soweit.

Die slowenische und die EU-Flagge werden in der slowenischen Nationalversammlung gehisst.[ © MZaplotnik / CC BY-SA 3.0 ]
Slowenische und EU-Flagge in der Nationalversammlung

Unabhängigkeit

1990 gab es in Slowenien eine Volksabstimmung. 88 von 100 Wählern wünschten die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit Sloweniens. Dies löste den 10-Tage-Krieg aus, der als Beginn der Jugoslawienkriege gilt. Es kämpften die Slowenen gegen die jugoslawische Volksarmee.

1991 erklärte sich Slowenien für unabhängig von Jugoslawien. Eine demokratische Verfassung wurde verabschiedet. Am 15. Januar 1992 wurde Slowenien auch von der EU anerkannt.

Slowenien entwickelte sich wirtschaftlich schnell und erfolgreich. Die Regierungen wechselten. Doch es bestand der Plan, der EU und damit dem europäischen Wirtschaftsraum beizutreten. Dies gelang auch 2004. Im selben Jahr wurde Slowenien Mitgliedsland der NATO. 2007 übernahm es den Euro. 

Ministerpräsident Janez Janša

Seit März 2020 ist die 14. slowenische Regierung im Amt. Der Ministerpräsident heißt Janez Janša und gehört der Slowenischen Demokratischen Partei an.

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letzte Aktualisierung am 08.01.2021