Usbekistan
Was ist typisch usbekisch?
Suzani
Ein Suzani oder Susani ist ein Wandbehang, der in Usbekistan hergestellt wird. Baumwollstoffe werden dafür mit kunstvollen und feinen Stickereien aus Seide oder Wolle verziert. Besonders typisch sind Blumenmuster.
Der Begriff leitet sich vom persischen Wort für Nadel ab. Die Tradition dieser Stickereien ist schon Jahrhunderte alt.
Mit diesen Stoffen schmückt man Häuser oder die traditionellen Jurten, die Zelte der zentralasiatischen Nomaden. Es ist Tradition, dass die Braut bei ihrer Hochzeit ein Suzani geschenkt bekommt. Es gehört also zur Mitgift.
In Usbekistan sind Buchara undNurota beide Zentren der Herstellung.
Nouruz in Usbekistan
Nouruz oder Navruz, wie man in Usbekistan sagt, ist das Neujahrs- und Frühlingsfest, das in vielen zentralasiatischen Ländern am 21. März gefeiert wird. Das Wort bedeutet Neuer Tag auf Persisch. Zu Sowjetzeiten war es verboten, nun wird es wieder überall groß gefeiert. Nouruz markiert das neue Jahr.
Zu diesem Anlass tragen die Mädchen ihre farbenfrohen Trachten und ihre verzierten Mützen. Die Jungen tragen graue Anzüge. Alle singen und tanzen, um das Ereignis zu feiern. Die Usbeken bereiten für Navruz das traditionelle Gericht namens Sumalak zu, eine Art Brei, der aus gekeimten Weizensprossen zubereitet wird.
Non und grüner Tee
Allgegenwärtig in Usbekistan ist Non, das flache Fladenbrot, das traditionell im Tandur-Ofen gebacken wird. Umgerechnet für 20 Cent ist so ein Brot zu haben.
Das typische Getränk im Land ist hingegen grüner Tee. Er wird nicht nur zu Hause getrunken, sondern auch in eigenen Teehäusern, den Choyxonas.
Was man noch so in Usbekistan mag, erfährst du unter Essen in Usbekistan.
Mützen in Usbekistan: Doppa
Traditionell trägt man in Usbekistan eine bestimmte Mütze. Sie ist typisch für ganz Zentralasien und wird Tubeteika genannt. In Usbekistan nennt man sie auch Doppa. Sie ist oben flach und aufwendig bestickt. Sie kann rund oder quadratisch sein. Häufig ist die Grundfarbe schwarz, die Stickerein weiß.
Die Mütze gehört zur traditionellen usbekischen Tracht. Nicht nur Männer, sondern auch Frauen und Kinder tragen die Doppa.
Autos in Usbekistan
80 Prozent aller Autos, die durch Usbekistan fahren, sind von der Marke Chevrolet. Das hat seinen Grund darin, dass die usbekische Firma UzAvtosanoat zusammenarbeitete mit der US-amerikanischen Firma General Motors (GM). Zu der wiederum gehört die Automarke Chevrolet. Inzwischen heißt die Firma UzAuto Motors und GM hat sich zurückgezogen. Chevrolets werden trotzdem weiter gebaut.
Chevrolets weden also im eigenen Land hergestellt, und zwar in der Stadt Asaka ganz im Osten von Usbekistan. Taxis, Polizeiautos oder private Wagen - überall sieht man Chevrolets. Besonders beliebt sind zudem weiße Autos.
Moscheen und Madrasen
Usbekistan ist ein traditionell islamisches Land. Religion spielt also eine große Rolle. In den Städten wie Taschkent, Namangan oder Samarkand findet man darum auch viele Moscheen und Madrasen. In einer Moschee beten Muslime gemeinsam, während eine Madrasa (manchmal auch Medresa genannt) eine Islamschule ist.
Viele dieser Bauten in Usbekistan sind schon sehr alt, etwa aus dem 15. Jahrhundert. Sie sind meist auf vielerlei Weise ausgeschmückt, mit Mosaiken, Reliefs und Wandmalereien. Besonders schöne dieser Gebäude findet man in Samarkand, Buchara und Xiva.
Auch typisch für Usbekistan: Wüste
Usbekistan verbinden wir nicht unbedingt mit Wüstenlandschaften. Tatsächlich ist aber der gesamte Westen des Landes - rund vier Zehntel der Fläche - Wüste. Sie heißt Kysylkum-Wüste. Der Name bedeutet "roter Sand". Solchen roten Sand kann man hier nämlich neben Kies und Schotter und auch hellem Sand finden.
Siehe auch: Bekannte Personen aus Usbekistan



