Tadschikistans Flagge Tadschikistan

In Sarasm finden Ausgrabungen statt, um die alte Siedlung zu erforschen.[ © Bertramz / CC BY-SA 3.0 ]
Ausgrabungsstätte in Sarasm in Tadschikistan

Frühe Bewohner

Funde aus der Mittel- und Jungsteinzeit beweisen, dass das Gebiet des heutigen Tadschikistan schon damals bewohnt war. Die älteste bekannte Kultur ist die Kelteminar-Kultur aus dem 6. bis 4. Jahrtausend v. Chr.

Um 3500 v. Chr. entstand im heutigen Nordwesten von Tadschikistan die Siedlung Sarasm. Die Menschen wurden sesshaft, betrieben Ackerbau, verarbeiteten Zinn und Kupfer und handelten mit diesen Metallen. Sarasm war die größte Siedlung in Zentralasien, in der um diese Zeit Ackerbau betrieben wurde. Sie bestand bis etwa 2000 v. Chr.

In Chudschand hat man Alexander dem Großen ein Denkmal gesetzt. Die Stadt wurde von ihm gegründet.[ © Steve Evans / CC BY-2.0 ]
Statue von Alexander dem Großen in Chudschand

Von den Achämeniden zu Kuschana

Ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. kam das Gebiet unter die Herrschaft der Achämeniden, die das erste persische Großreich aufbauten. Alexander der Große eroberte es im 4. Jahrhundert v. Chr. Er gründete 329 v. Chr. eine Siedlung, aus der sich die heutige Stadt Chudschand entwickelte.

Anschließend gehörte Tadschikistans Gebiet zum Nachfolgestaat von Alexanders Reich, nämlich zum Griechisch-Baktrischen Königreich. Es wurde im 1. bis 3. Jahrhundert n. Chr. abgelöst von der Kuschana, einem Reich, das sich im Süden bis zum Indus-Tal erstreckte. Das zweite persische Großreich, das der Sassaniden, folgte anschließend.

Ismail I. ist auf dem 100-Somoni-Geldschein von Tadschikistan abgebildet.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
100-Somoni-Geldschein aus Tadschikistan

Hephtaliten und Samaniden

Die Hephtaliten übernahmen im 5. Jahrhundert die Macht, ehe mit den Samaniden ab 819 erneut Perser regierten. Die Samaniden waren eine muslimische Dynastie. Die Tadschiken heute sehen die Samaniden als ihre Vorfahren. Ismail I., der bekannteste Herrscher der Samaniden, gilt als Nationalheld.

Hier siehst du, wo das Reich der Karachaniden lag.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Ausdehnung des Karachaniden-Reiches im 11. Jahrhundert

Karachaniden, Mongolen und Tschagatai-Khanat

Die türkischen Karachaniden eroberten 999 Zentralasien, vertrieben die persischen Samaniden und errichteten ein Khanat. Ihre größte Ausdehnung hatte ihr Reich im 11. und 12. Jahrhundert. Bis 1213 konnten sie noch im Ferghanatal herrschen.

Im 13. Jahrhundert drangen die Mongolen ein. Ein Sohn von Dschingis Khan errichtete das Tschagatai-Khanat.

Lage des Khanats von Buchara[ © Gabagool / CC BY-3.0 ]
Lage des Khanats von Buchara

Khanat von Buchara

Im 16. Jahrhundert entstand das Khanat von Buchara. Weil es von Usbeken gegründet wurde, wird es auch Usbeken-Khanat genannt. Buchara, heute in Usbekistan, war ihre Hauptstadt. Das Khanat bestand bis ins späte 18. Jahrhundert. Dann kam das Gebiet unter die Herrschaft des Emirats Buchara, das noch bis 1920 existierte.

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letzte Aktualisierung am 09.04.2020