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Mandinka in Gambia

Die Mandinka stellen die größte Volksgruppe in Gambia. So prägen sie auch die Kultur des Landes entscheidend mit. Mandinka leben aber auch in anderen Ländern Westafrikas, nämlich in Guinea, in Mali, im Senegal, in Sierra Leone, in Liberia und im Senegal.

Mandinka sehen sich als Nachkommen des Königreiches Mali, das es im 13./14. Jahrhundert gab. Eine andere Bezeichnung für diese Ethnie ist Mandingo.

Zur Mandinka-Kultur gehören auch die Griots (siehe oben) und typische Musikinstrumente. Neben der Kora-Harfe oder der Ngoni-Laute gehört auch die Bolon dazu. Das ist eine Harfe mit einem Rasselblech. Sie wurde traditionell von Kriegern und Jägern gespielt. Diese Krieger trugen ein bestimmtes Schwert mit sich. Dieses Mandinka-Schwert hat eine leicht gebogene Klinge und wurde in einer verzierten Lederscheide aufbewahrt.

Mandinka sprechen die Mandinka-Sprache und gehören meistens dem Islam an (→ Religion). Einige Mandinka verbinden den Islam mit traditionellen afrikanischen Religionen. Sie glauben, dass Geister vor allem durch die Macht eines Marabouts beherrscht werden können. Viele Menschen in Gambia fragen einen Marabout um Rat, bevor sie eine wichtige Entscheidung treffen. Marabouts fertigen auch Amulette als Glücksbringer an.

Bei den Mandinka darf ein Mann mehrere Frauen heiraten. Traditionell leben sie in Dörfern auf dem Land. Mandinka-Kinder erhalten ihren Namen am achten Tag nach der Geburt. Sie werden fast immer nach einer für die Familie sehr bedeutenden Persönlichkeit benannt (→ Ein Baby in Gambia).
 

Was ist Kankurang?

Zur Aufnahme in die Gemeinschaft durchlaufen junge Menschen eine Initiation, die bei den Mandinka Kankurang heißt. Eingeweihte, die mit Baumrinde und Blättern bedeckt sind, leiten den Ritus. Traditionell gehört auch die Beschneidung dazu. Tänze, Lieder und Prozessionen begleiten die Initiation. Die jungen Männer lernen während eines Aufenthaltes im Wald die Bräuche und Praktiken ihres Volkes kennen.

Dieses Aufnahmeritual wird bei den Mandinka nach wie vor praktiziert - allerdings verliert es an Bedeutung, zum Beispiel bei denen, die in der Stadt leben.

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letzte Aktualisierung am 22.07.2026