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Gabuns Schatz: Erdöl

Hier wird das geförderte Erdöl weiter verarbeitet: Erdölraffinerie in Port-Gentil.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Erdölraffinerie in Gabun

Anfang der 1970er Jahre entdeckte man vor der Küste von Gabun Erdöl. Es brachte dem Land ein hohes Wirtschaftswachstum und eines der höchsten Pro-Kopf-Einkommen im Afrika südlich der Sahara. Doch leider sind es nur wenige Menschen, die vom Erdöl reich werden. Viele Einwohner sind dennoch arm. Acht Prozent leben unter der internationalen Armutsgrenze. Der Präsident Gabuns, Ali Bongo, gilt hingegen als einer der reichsten Menschen der Welt.

Vor der Entdeckung des Erdöls waren Holz und Mangan die wichtigsten Ausfuhrprodukte. Heute nehmen sie nach dem Erdöl aber immer noch eine wichtige Stellung ein. Bei Holz nimmt das Edelholz Okoumé (auch Gabun-Mahagoni genannt) eine herausragende Stellung ein: 90 Prozent des exportierten Holzes ist Okoumé. Gefördert werden in Gabun auch Uran, Eisenerz und Gold.

Hier wird Zuckerrohr bei Franceville angebaut.[ © Barada-nikto / CC BY-SA 4.0 ]
Zuckerrohranbau bei Franceville

Kaffee und Kakao für den Export

Landwirtschaft wird vor allem für den eigenen Verbrauch betrieben. Exportiert werden aber Kaffee, Kakao, Kautschuk und Palmöl. Vom Zuckerrohr bleibt der größte Teil im eigenen Land. Maniok, Süßkartoffeln, Kochbananen und Yams werden für den Eigenbedarf angebaut. Hühner, Schweine, Schafe, Ziegen und Rinder werden gehalten.

Die Landwirtschaft erwirtschaftet für das Land insgesamt nur etwa 5 Prozent, die Industrie hingegen rund 45 Prozent. Die meisten Fabriken befinden sich in und um Libreville und Port-Gentil. Verarbeitet werden vor allem Erdöl und Holz, außerdem werden Kleidung, Schiffe, Zement und Chemikalien hergestellt.

letzte Aktualisierung am 02.05.2020