Elfenbeinküstes Flagge Elfenbeinküste

Wer wohnt in der Elfenbeinküste?

Die Karte zeigt die größten Völker der Elfenbeinküste: In Grün die Kwa-Völker, in Gelb und Gelbgrün die Mandevölker, in Orange die Southern Mande, in Blau die Kru-Völker und in Lila die Voltaic-Gur-Völker.[ © Etienne Ruedin / CC BY-2.5 ]
Völker der Elfenbeinküste

Die Bewohner der Elfenbeinküste nennt man nach dem französischen Landesnamen Ivorer. Sie setzen sich aus 60 Völkern oder Stämmen zusammen. Die Namen der größten Völker siehst du auf der Karte. Grün sind hier die Kwa-Völker, die größte Gruppe in der Bevölkerung (42,1 Prozent). Zu ihnen gehören die Baule als die größte Gruppe.

Es zieht immer mehr Menschen in die Städte. Das nennt man Landflucht. Inzwischen leben 51 Prozent der Menschen in den Städten.

Jede Frau bekommt im Durchschnitt fast fünf (4,6) Kinder. So machen Kinder und Jugendliche einen großen Anteil an der Bevölkerung aus.

Der Anteil an Christen und Muslimen ist etwa gleich, nämlich jeweils 35 bis 40 Prozent. Der Norden ist dabei eher muslimisch, der Süden christlich geprägt. 25 Prozent der Bevölkerung bekennen sich zu den traditionellen westafrikanischen Religionen. Ihr Anteil sinkt, während die Zahl der Muslime steigt.

Der Anteil an Menschen, die nicht lesen und schreiben können (Analphabeten) ist mit 47 Prozent immer noch sehr hoch, auch wenn der Wert seit Jahren sinkt.

Die Wegweiser sind auf Französisch.[ © Cyriac Gbogou / CC BY-SA 4.0 ]
Wegweiser in der Elfenbeinküste
So sieht die N'Ko-Schrift aus.[ © AndyCapp / CC BY-SA 3.0 ]
N'Ko-Schrift

Welche Sprache spricht man in der Elfenbeinküste?

Bis 1960 stand die Elfenbeinküste unter französischer Kolonialherrschaft. Die Franzosen hatten Französisch zur Amtssprache gemacht und das wurde auch nach der Unabhängigkeit beibehalten. Auch der Schulunterricht findet auf Französisch statt.

Doch neben Französisch spricht man rund 70 Landessprachen. Das kommt daher, dass hier so viele verschiedene Völker leben. Am weitesten verbreitet ist Dioula (sprich: Di-ula). Es wird vor allem im Norden gesprochen und gilt auch als Handelssprache. 61 Prozent der Ivorer sprechen Dioula. Danach folgt die Sprache der Baule-Völker. Sie wird vor allem im Zentrum des Landes gesprochen.

Als Schrift der Dioula wird die N'Ko-Schrift verwendet. Du siehst sie auf dem Bild rechts. Man schreibt sie von rechts nach links. Wenn man sich auf Dioula einen Guten Morgen wünscht, heißt das so: I ni sogoma!

Diese Ivorer tragen traditionelle Kleidung.[ © Papischou / CC BY-SA 4.0 ]
letzte Aktualisierung am 30.04.2020