Elfenbeinküste
Gehen die Kinder in der Elfenbeinküste zur Schule?
In der Elfenbeinküste besteht Schulpflicht. Das Gesetz besagt also, dass ivorische Kinder in die Schule gehen müssen.
Trotzdem gehen nicht alle Kinder zur Schule. Es sind 96 von 100 Kindern, die überhaupt eingeschult werden. Das heißt also, dass 4 von 100 Kindern gar nicht erst in die Schule gehen. Außerdem beenden 35 von 100 Kindern die Grundschule nicht. Sie wurden also eingeschult, gehen aber nicht bis zum Ende hin. So lernen sie nicht lesen, rechnen und schreiben. Sie haben später kaum Chancen auf eine gut bezahlte Arbeit. Es sind mehr Mädchen als Jungen, die nicht zur Schule gehen.
Die Kinder, die nicht eingeschult werden, sind oft Kinder aus armen Familien. Viele Kinder arbeiten - 15 von 100 Kindern gehen einer Arbeit nach. Es gibt auch Kinder, die auf der Straße leben. Ein anderes Problem war, dass im Bürgerkrieg (2002-2007) viele Schulgebäude zerstört wurden. Sie wurden aber inzwischen wieder aufgebaut.
Die Grundschule dauert sechs Jahre. Die weiterführende Schule besuchen weniger als ein Drittel der Kinder. Der Anteil an Mädchen ist hier noch geringer als in der Grundschule. Wer es schafft, sieben Jahre auf die weiterführende Schule zu gehen und die Prüfungen besteht, hat das Baccalauréat. So heißt das Abitur auf Französisch.
Französisch ist auch die Unterrichtssprache in der Elfenbeinküste. Das kommt daher, dass das Land viele Jahre eine französische Kolonie war. Das ganze Schulsystem ist darum an das französische angelehnt. So werden auch die Noten wie in Frankreich von 0 bis 20 vergeben. 20 ist die beste Punktzahl, die man erreichen kann. Es ist üblich, dass die Schüler eine Schuluniform tragen.
Schüler der Elfenbeinküste