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Kinderarbeit auf Kakaoplantagen

Leider gibt es viele Kinder in der Elfenbeinküste, die arbeiten. 15 von 100 ivorischen Kindern bis zum Alter von 14 Jahren leisten solche Kinderarbeit. Früher waren es noch viel mehr. Doch auch heute, in den 2020er Jahren, sind die Zahlen noch viel zu hoch. Denn kein Kind sollte zum Arbeiten gezwungen werden.

Die meisten dieser Kinder schuften auf den Kakao-Plantagen. Meistens werden sie nicht einmal für ihre Arbeit bezahlt. Oder sie erhalten nur einen ganz kleinen Lohn. Außerdem ist die Arbeit gefährlich. Denn die Kakobohnen werden mit Macheten abgeschlagen, mit denen man sich schwer verletzen kann. Außerdem werden giftige Pestizide eingesetzt. Auch das machen Kinder - meistens ohne jeden Schutz.

Es werden auch Kinder aus den Nachbarländern Mali und Burkina Faso in die Elfenbeinküste verkauft, um dort auf den Plantagen zu arbeiten. Sie sind zwölf oder 13 Jahre alt, wenn sie verkauft werden. Das ist Menschenhandel. Der Besitzer der Kakaoplantage zahlt ungerechnet etwa 250 Euro für das Kind. Für seine Arbeit erhält es keinen Lohn.

Auch auf Kaffee- und Baumwollplantagen setzt man Kinder ein. Andere Kinder arbeiten auf der Straße, sie verkaufen dort etwas oder sind Schuhputzer. Mädchen werden zu Hausmädchen gemacht, die im Haushalt helfen müssen.

Warum ist das so?

Kakao wird in Westafrika nicht auf großen Plantagen angebaut (wie das in Südamerika der Fall ist), sondern auf vielen kleinen Plantagen. Für die Bauern ist es selbstverständlich, dass ihre Kinder dort arbeiten müssen. Es ist Tradition, dass die Kinder das gleiche Handwerk machen wie die Eltern.

Vor allem aber ist der Preis für Kakao viel zu niedrig. Die großen Schokoladen-Unternehmen zahlen keine fairen Preise. So bleibt den armen Bauern gar nichts übrig, als Kinder arbeiten zu lassen. Eine gerechte Bezahlung der Bauern ist die Voraussetzung dafür, dass die Kinderarbeit gestoppt wird.

Kinder sind bei diesen Arbeiten auch noch viel stärkeren Gefahren ausgesetzt als Erwachsene, zum Beispiel durch gefährliche Geräte oder durch Chemikalien.

Außerdem spielt die Armut des Landes eine große Rolle. Wenn die Eltern ihre Kinder nicht mehr ernähren können, verdienen die Kinder etwas zum Lebensunterhalt dazu, zum Beispiel eben als Schuhputzer. Oder sie bekommen zumindest eine Unterkunft und etwas zu essen. Wobei selbst das oft nicht der Fall ist. Dann gehen sie selbst auf die Jagd, zum Beispiel auf Ratten und Füchse. Die bereiten sie sich dann auf einem Feuer zu. Sie bauen auch selbst Maniok an, den sie sich dann kochen.

Zur Schule gehen diese Kinder dann natürlich auch nicht und so erhalten sie keine Bildung. Manche Kinder haben die Grundschule besucht und mit 10 Jahren begonnen zu arbeiten. Andere haben nie eine Schule besucht. Sie werden so auch als Erwachsene keine gut bezahlte Arbeit finden können. So ist das ein Teufelskreis, aus dem man ganz schwer ausbrechen kann. Erst mit 17 oder 18 Jahren dürfen sie die Plantage verlassen. Dann kommen neue Kinder, um dort zu arbeiten.

letzte Aktualisierung am 06.07.2026