Elfenbeinküstes Flagge Elfenbeinküste

Was kannst du tun?

In jedem Stück Schokolade, das wir essen, steckt Kakao. Wenn du nachhaltig produzierten Kakao kaufst, dann heißt das, dass er nicht mit Hilfe von Kinderarbeit hergestellt wurde. So kannst du dazu beitragen, dass sich Kinderarbeit für die Plantagenbesitzer nicht mehr lohnt. Denn wenn niemand mehr ihren Kakao kauft, müssen sie und müssen vor allem die Schokoladenfirmen umdenken. Du bekommst diesen Kakao zum Beispiel in Bioläden und Eine-Welt-Läden. Man findet ihn unter dem Namen FairTrade (Fairer Handel). Für FairTrade-Kakao erhalten die Bauern mehr Geld. Denn der Kakaopreis ist viel zu niedrig und das trägt zu den schlechten Bedingungen auf den Plantagen bei. Verdienen die Bauern mehr Geld, sind sie nicht mehr auf die billige Kinderarbeit angewiesen.

Kakao von der Elfenbeinküste

In diesen Kaffeebeeren befinden sich die Kaffeebohnen. Kaffee ist nach dem Kakao das zweitwichtigste landwirtschaftliche Produkt der Elfenbeinküste.[ © Prinzessin / CC BY-SA 3.0 ]
Kaffeebeeren
Auf diesem Markt werden Bananen und Yamswurzeln verkauft.[ © Zenman / CC BY-SA 3.0 ]
Markt in der Elfenbeinküste

Die meisten Ivorer  - so nennt man die Einwohner der Elfenbeinküste - arbeiten in der Landwirtschaft (68 Prozent). Angebaut wird vor allem Kakao. Die Elfenbeinküste ist das Land, das weltweit am meisten Kakao anbaut und in andere Länder verkauft (exportiert). Danach folgt der Kaffee.

Auf den Kakaoplantagen werden viele Kinder zur Arbeit gezwungen. Mehr darüber kannst du nachlesen unter Kinder. 60 Prozent des Kakaos in Deutschland stammen von der Elfenbeinküste.

Ebenfalls angebaut und exportiert werden Kolanüsse, Baumwolle, Kautschuk, Palmöl, Kokosnüsse, Cashewnüsse und Zuckerrohr. Auch Ananas, Bananen, Mangos, Papaya und Avocado kommen von der Elfenbeinküste.

Auf den Feldern wachsen Maniok, Kochbananen, Mais, Reis und Yams. Das Holz der Iroko- und Tali-Bäume ist in Europa sehr beliebt für Möbel. So wurden schon viele dieser Bäume abgeholzt und der Wald des Landes wird immer weniger. Die Landwirtschaft erbringt etwa 20 Prozent für die gesamte Wirtschaftsleistung.

Im Hafen von Abidjan werden Kakao, Kaffee, Holz und Ananas verschifft.[ © RomainSeaf / CC BY-SA 2.0 ]
Hafen von Abidjan

Erdöl von der Elfenbeinküste

Der wichtigste Bodenschatz der Elfenbeinküste ist das Erdöl. Es lagert vor der Küste im Atlantik. Die Förderung ist im Vergleich zum Vorkommen gering. Dennoch ist Erdöl eines der wichtigsten Produkte des Landes.

Die Industrie macht rund ein Viertel der Wirtschaft aus, nämlich etwa 26 Prozent. Auch hier spielt das Erdöl eine große Rolle. Es wird in den Raffinerien aufbereitet, das heißt aus dem Rohöl wird hier Benzin, Heizöl oder Schmieröl gemacht.

Die Länder in Orange gehören der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion an.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion

Was ist die UEMOA?

Die Elfenbeinküste gehört der Westafrikanischen Wirtschafts- und Währungsunion an. Die Abkürzung dafür lautet UEMOA. Das ist von dem französischen Wort abgeleitet. Sie wurde 1994 gegründet. Die acht Länder, die du auf der Karte in Orange siehst, gehören dazu, zum Beispiel Mali, der Niger, der Senegal und Togo.

Diese Länder besitzen eine gemeinsame Währung, den CFA-Franc. Das bedeutet Franc der Afrikanischen Wirtschaftsunion (CFA). Der Franc (sprich: Frong ohne das g) war früher die Währung Frankreichs, also des Kolonialstaats fast aller dieser Länder. Die Abkürzung der Währung ist XOF.

Auf dem Koussoustausee sind Fischer wie dieser mit ihren Booten unterwegs.[ © Hanay / CC BY-SA 4.0 ]
letzte Aktualisierung am 30.04.2020