Burkina Fasos Flagge Burkina Faso

Wer lebt in Burkina Faso? Wie nennt man die Einwohner?

Die Mossi haben einen Kaiser, der zwar keine politische Macht besitzt, aber von ihnen als ihr Oberhaupt anerkannt wird. Unter dem Kaiser sind fünf Minister oder Könige. Auf dem Bild ist einer dieser Könige zu sehen, zusammen mit seinem Hof-Orchester.[ © Sputniktilt / CC BY-SA 3.0 ]
Naaba Zomb Wobgo

Die Einwohner von Burkina Faso nennt man bei uns entweder Burkiner oder auch Burkinabé. Bei Burkinabé betont man die letzte Silbe.

Wie in ganz Afrika leben auch in Burkina Faso viele Völker in einem Land zusammen. In Burkina Faso gehören 40 Prozent der Einwohner den Mossi an. Die hohen Politiker des Landes sind meistens Mossi. Ihr Wohngebiet ist die Mitte des Landes, dort, wo auch die Hauptstadt Ouagadougou liegt.

Im Südwesten von Burkina Faso leben die Bobo (14 Prozent) und die Senufo (9 Prozent). Lobi machen 6 Prozent der Bevölkerung aus.

Im Südosten leben die Gulmancema (8 Prozent), die eng mit den Mossi verwandt sind. Im Nordosten leben die Fulbe (auch Peul genannt, 5 Prozent). Im Norden wohnen auch die Tuareg (5 Prozent). Fulbe und Tuareg leben zum Teil noch als Nomaden.

Kleine Burkinabé![ © Quelle: pixabay.com ]
Kinder in Burkina Faso

Kinder in Burkina Faso

Jede Frau in Burkina Faso bekommt im Durchschnitt 5,2 Kinder. Das ist sehr viel. Bei uns bekommt jede Frau im Durchschnitt nur 1,4 Kinder. So machen Kinder und Jugendliche in Burkina Faso mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus.

Die Säuglingssterblichkeit beträgt 2,5 Prozent, die Kindersterblichkeit 4,9 Prozent (Stand: 2018, bei uns: 0,2 und 0,3 Prozent). Das heißt: Etwas weniger als drei von 100 neugeborenen Kindern sterben, knapp fünf Kinder von 100 feiern nicht ihren ersten Geburtstag. Die Zahlen sind in den letzten Jahren gesunken, aber eben immer noch zu hoch. 

Viele Menschen ziehen in die Stadt und bauen sich einfach irgendwo eine Hütte. Die Siedlung, die so entsteht, nennt man Squattersiedlung. Es fehlt an Infrastruktur.[ © Neonstar / CC BY-SA 3.0 ]
Squattersiedlung in Ouagadougou

Stadt und Land

Immer mehr Menschen ziehen in die Städte. Das ist ein typisches Phänomen in Westafrika (zum Beispiel auch in der Elfenbeinküste). Man nennt das Landflucht. Je mehr Menschen in die Städte kommen, umso mehr fehlt Wohnraum und fehlen Arbeitsplätze. In Burkina Faso leben 30 Prozent der Menschen in der Stadt. Das ist im Vergleich mit anderen Ländern noch wenig, doch die Zahl steigt von Jahr zu Jahr. Viele junge Leute zieht es nach Ougadougou und Bobo-Dioulasso. Sie hoffen, dass sie dort Arbeit und bessere Lebensbedingungen finden.

Kinder machen Quatsch vor einer Moschee.[ © Adam Jones Ph.D. / CC BY-SA 3.0 ]
Kinder vor einer Moschee in Bobo-Dioulasso

Woran glauben die Menschen?

15,3 Prozent der Burkiner glauben an die alten Naturreligionen. Damit ist der Anteil höher als in anderen Staaten Westafrikas. Man glaubt, dass das daran liegt, dass sich die Mossi lange der Islamisierung widersetzten, sich also weigerten, den Islam anzunehmen.

Heute sind 60,5 Prozent der Burkiner Muslime. 23,2 Prozent sind Christen, und zwar überwiegend Katholiken (19 Prozent).

Diese Männer sind Mossi. Sie nehmen an einer Tanzzeremonie teil.[ © Sputniktilt / CC BY-SA 3.0 ]
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letzte Aktualisierung am 30.04.2020