Peru
Religion in Peru
66,4 Prozent der Bevölkerung von Peru sind Katholiken. 24,2 Prozent gehören einer evangelischen Kirche an. Somit sind also die Mehrheit von 90 Prozent der Peruaner Christen. Der hohe Anteil an Christen ist eine Folge der Missionstätigkeit der Spanier nach der Eroberung.
7,6 Prozent der Bevölkerung gaben an, keiner Religion anzugehören. Dieser Anteil steigt. 1,8 Prozent gehören einer anderen Religion an, zum Beispiel den Mormonen oder den Zeugen Jehovas.
Wie wurde Peru katholisch?
Mit dem Eintreffen der spanischen Konquistadoren hielt auch der katholische Glaube Einzug in das Gebiet des heutigen Peru. Dort lebten damals zahlreiche indigenen Gemeinschaften. Ihre religiösen Traditionen waren animistisch und sie glaubten an viele verschiedene Götter.. Diese Begegnung der Indigenen mit den Spaniern führte zu einer Vermischung der religiöser Vorstellungen und Praktiken.
Im Zuge eines langwierigen Prozesses der Missionierung machten die spanischen Ordensleute die Christianisierung der einheimischen Bevölkerung zu ihrem wichtigen Anliegen.
Lima, schon die Hauptstadt des Vizekönigreichs Peru, entwickelte sich im 17. Jahrhundert zu einem bedeutenden Zentrum des klösterlichen Lebens. Aus dieser religiösen Blütezeit gingen Persönlichkeiten wie die Heilige Rosa von Lima hervor. Sie ist die Schutzpatronin der Stadt, der peruanischen Nationalpolizei und der Republik Peru.
Lima ist heute Sitz des Erzbistums Lima. Eine der bekanntesten katholischen Zeremonien in Peru ist die Prozession des Herrn der Wunder (Señor de los Milagros). Dieses Fest wird jedes Jahr am 18. Oktober in Lima gefeiert. 1651 fand man auf einer Mauer das Bild eines schwarzen, gekreuzigten Christus. Es überstand schwere Erdbeben und soll auch einen heilbar kranken Mann geheilt haben. Darum verehrt man dieses Bild. Ein Abbild dieses schwarzen Christus wird in der Prozession durch die Straßen getragen. Dieses Bild befindet sich im Kloster Las Nazarenas.
Mehr zu den Einwohnern von Peru! Hier geht es zu den Sprachen in Peru und hier zu den Urus.