Argentiniens Flagge Argentinien

Argentinien und seine Wirtschaft

Argentinien zählt zu den G20-Staaten, das sind die Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer. Nach Brasilien und Mexiko ist es das Land mit der drittstärksten Wirtschaft in Lateinamerika.

Die Arbeitslosigkeit ist mit rund 6 Prozent in 2025 gesunken, sie lag vor einigen Jahren noch bei 10 Prozent. 2025 gab es auch wieder ein Wirtschaftswachstum nach zwei negativen Jahren. Trotzdem hat das Land wirtschaftliche Probleme. Die Staatsverschuldung und die Inflation sind sehr hoch. 2023 lag die Inflation bei 211 Prozent, 2025 auch noch bei 31 Prozent.

Soja, Rinder und Autos sind wichtige Produkt der argentinischen Wirtschaft. Das wirtschaftliche Zentrum ist Buenos Aires, die Hauptstadt.

Landwirtschaft in Argentinien

Früher spielte die Landwirtschaft die wichtigste Rolle für Argentinien. Sie trägt immer noch rund 10 Prozent zur gesamten Wirtschaft bei. Das ist um einiges mehr als in Ländern wie Deutschland, wo die Landwirtschaft nur zu 1 Prozent zur Wirtschaft beiträgt.

Die Landwirtschaft Argentiniens ist für den Export, also den Verkauf von Waren ins Ausland, aber nach wie vor von hoher Bedeutung. Sojabohnen und Mais sind die wichtigsten Produkte. Für Soja ist Argentinien weltweit der drittgrößte Produzent (nach Brasilien und den USA), für Mais der viertgrößte (nach den USA, China und Brasilien). Weizen, Sonnenblumen, Hafer, Gerste und Hirse folgen als größte Anbauprodukte.
 

Rindfleisch aus Argentinien

Nach wie vor ist Argentinien ein Land der Rinder, jedoch wird weit weniger Rindfleisch ins Ausland verkauft als noch vor ein paar Jahren. Auf Rindfleisch werden beim Export hohe Steuern erhoben. Rindfleisch erbringt weniger als ein Prozent der Exportgewinne.

Es wird also vor allem im Land selbst gegessen. Tatsächlich ist Argentinien das Land mit dem zweithöchsten Verbrauch an Rindfleisch. Kühe werden aber auch als Milchlieferanten gehalten. Rinder gibt es vor allem in der Pampa. In den westlichen, trockenen Landesteilen werden auch Schafe gehalten.

Industrie in Argentinien

Erdöl und Erdgas sind die wichtigsten Bodenschätze des Landes. Argentinien kann seinen eigenen Bedarf decken und einen kleinen Teil verkaufen. Gold wird ebenfalls abgebaut und trägt mit 3 Prozent zum Export bei.

Fabriken gibt es für Autos, Stahl, Kleidung, chemische Produkte (wie Düngemittel, Kunststoffe, Medikamente) und Lebensmittel. Rindfleisch, Sojabohnen und Weizen werden verarbeitet. Ein Viertel der Argentinier arbeitet in der Industrie. Die Industrie trägt zu knapp einem Drittel zur Wirtschaftsleistung des Landes bei.

 

Tourismus und mehr

Die meisten Argentinier, nämlich fast drei Viertel, arbeiten im Bereich der Dienstleistungen. Rund 60 Prozent der Wirtschaftsleistung kommen von hier. Dazu gehören Handel, Banken, Restaurants, Transport und vieles mehr. Eine wichtige Rolle spielt auch der Tourismus. 6 bis 7 Millionen Menschen kommen jährlich als Touristen nach Argentinien.

letzte Aktualisierung am 16.03.2026