Vereinigte Staaten von Amerika
Armut in den USA
Das Leben von Kindern in den USA sieht nicht überall gleich aus. In einer der großen Städte wie New York lebt es sich anders als auf dem Land, wo der nächste Nachbar womöglich eine halbe Stunde Autofahrt entfernt ist. Und es ist natürlich auch ein großer Unterschied, ob man in eine arme oder eine reiche Familie geboren wird.
Kinderarmut ist in Amerika weiter verbreitet als in anderen Industrieländern. Rund 10 Prozent der Amerikaner leben in Armut (Armutsquote in den USA 2023: 11,1 Prozent, 2024: 10,6 Prozent). Betroffen sind damit auch Millionen von Kindern. Sie haben oft nicht genug zu essen, können keine neue Kleidung kaufen und sich keine Schulbücher leisten.
20 Prozent aller Haushalte sind berechtigt, Lebensmittelmarken zu erhalten. Das sind 47 Millionen Menschen. Die Zahl steigt seit Jahren. Mit den Food Stamps kann man dann Lebensmittel kaufen.
Üblich ist es auch, einen Kredit aufzunehmen, wenn man studieren möchte. Ist man dann fertig, muss man erstmal das Geld dafür zurückzahlen.
Die Armut ist unter der schwarzen und der hispanoamerikanischen US-Bevölkerung besonders groß. Indigene Menschen haben allerdings mit etwa 19 Prozent den höchsten Anteil an Menschen, die in den USA in Armut leben.
Von Armut betroffen sind auch die Kinder, deren Eltern arbeitslos sind. Oft sind die Einkommen aber auch so niedrig, dass nicht einmal ein Gehalt zum Leben reicht. Darum arbeiten viele Amerikaner in zwei oder drei Jobs gleichzeitig.
Doch nicht nur Armut ist ein Problem: Seit Jahren steigen die Zahlen der Kinder in den USA, die obdachlos sind und auf der Straße leben. 2,5 Millionen Kinder sollen es sein. Manchmal leben diese Kinder ganz allein, manchmal aber auch mit ihrer ganzen Familie auf der Straße. Sie haben ihre Wohnung verloren. Wenn es geht, übernachten sie in einer Obdachlosen-Unterkunft.
Siehe auch: Zu Hause in den USA

