Grenadas Flagge Grenada

Historische Karte Grenadas von 1758[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Historische Karte Grenadas von 1758

Die ersten Bewohner

Grenada wurde zunächst von den Arawak besiedelt, die von Südamerika aus auf die Insel kamen. Später wurden sie von den Insel-Kariben vertrieben.

Kolumbus und die Spanier

1498 entdeckte Christoph Kolumbus die Insel auf seiner dritten Reise und nannte sie Concepción. Spanische Seefahrer nannten sie später jedoch Grenada, wohl, weil die Insel sie an ihre spanische Heimat Granada erinnerte. Eine Besiedlung durch die Spanier erfolgte jedoch nicht, wahrscheinlich weil sich die Kariben gegen die Eindringlinge wehrten. Auch der Versuch von Engländern, die Insel zu besiedeln, scheiterte 1609.

Französische Kolonie

1649 siedelten Franzosen auf Grenada und besiegten die Kariben, die unter Häuptling Kairouane Widerstand leisteten. Die Franzosen gründeten Fort Royal, das spätere St. George's. Zuckerrohr und Indigo wurden angebaut, für die Arbeit auf den Plantagen wurden Sklaven aus Afrika geholt.

Die Postkarte zeigt St. George's in den 1890er Jahren.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Historische Postkarte, St. George's, Grenada, 1890er Jahre

Britische Kolonie

1762 eroberten die Briten Grenada im Siebenjährigen Krieg und erhielten die Insel ein Jahr später auch offiziell im Frieden von Paris. Die Franzosen versuchten Grenada 1779 zurückzuerobern, gaben es dann aber 1783 erneut an Großbritannien zurück. 1795 kam es zu einem Aufstand gegen die britische Herrschaft, der erst ein Jahr später beendet werden konnte.

1834 wurde die Sklaverei abgeschafft. Weil nun Arbeiter fehlten, holten die Briten welche aus ihren indischen Kolonien nach Grenada. Der Muskatnussbaum wurde eingeführt und sein Anbau sowie der von Kakao verdrängte die alte Plantagenwirtschaft.

1982 besuchte Maurice Bishop (4. von links) die DDR.[ © Bundesarchiv, Bild 183-1982-0610-101 / Reiche, Hartmut / CC BY-SA 3.0 DE ]
Maurice Bishop 1982 zu Besuch in der DDR
Absprung von US-Soldaten über Grenada am 25. Oktober 1983[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
US-Invasion in Grenada 1983

Unabhängigkeit 1974

Am 7. Februar 1974 entließ Großbritannien Grenada in die Unabhängigkeit. Das Land blieb aber Mitglied im Commonwealth of Nations. Das Staatsoberhaupt ist damit der britische König bzw. die britische Königin, vertreten durch einen Gouverneur. Erster Premierminister wurde Eric Gairy. Er regierte jedoch zunehmend diktatorisch und wurde 1979 in einer unblutigen Revolution abgesetzt.

Von Gairy zu Bishop

Gairy folgte der politisch links stehende Maurice Bishop ins Amt. Die Beziehungen zur USA verschlechterten sich unter Präsident Reagan und es wurde 1981 ein Boykott gegen Grenada verhängt. Die soziale Situation im Land verbesserte sich unter Bishop, aber es gab keine freien Wahlen. Es wurde der Bau eines Flughafens begonnen. 1983 wurde Bishop von seinem Stellvertreter abgesetzt und ermordet.

Invasion der USA 1983

Der Generalgouverneur von Grenada bat in dieser Lage die USA um Hilfe. Die sozialistische Regierung wurde gestürzt.

Keith Mitchell[ © Talkerdude / CC BY-SA 4.0 ]
Keith Mitchell

Entwicklung seit 1984

1984 fanden freie Wahlen statt. Die konservative New National Party (NPP, Neue Nationale Partei) stellte in vielen Jahren die Regierung, ihr politischer Gegner ist die Partei National Democratic Congress. Von 1995 bis 2008 und erneut seit 2013 ist Keith Mitchell von der NPP Premierminister.

2004 wurde Grenada schwer von dem Hurrikan Ivan getroffen. Ein Großteil der Häuser wurde ebenso vernichtet wie die Muskatnussbäume, mehr als 30 Menschen starben. Wirtschaftlich warf der Wirbelsturm Grenada stark zurück. 2005 traf Hurrikan Emily die Insel und es kam erneut zu Schäden.

letzte Aktualisierung am 16.04.2020