Ungarns Flagge Ungarn

Das Gemälde zeigt Árpád und seine Reiter.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Gemälde von Árpád und seinem Reitervolk
Das Gemälde zeigt die Schlacht am Lechberg.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Gemälde der Schlacht am Lechberg von Michael Echter

Die Magyaren besiedeln Ungarn

Das Gebiet des heutigen Ungarn gehörte vom 1. bis zum 4. Jahrhundert zum Römischen Reich. Die Römer gründeten Städte wie Aquincum. Später fielen die Hunnen ein, dann folgten Ostgoten, Langobarden und Awaren.

Das Volk der Ungarn, die Magyaren, kam vermutlich im 9. Jahrhundert aus dem östlich gelegenen Ural-Gebirge in das heutige Staatsgebiet. Der Großfürst Árpád hatte die Stämme der Magyaren vereinigt und führte sie im Jahr 895 nach mehreren Kriegszügen dorthin. Man nennt das auch die ungarische Landnahme.

Die Ungarn waren ein Reitervolk. Zunächst waren sie noch nicht sesshaft. Sie machten Raubzüge durch ganz Europa, vor allem aber im Ostfrankenreich. Erst die Schlacht auf dem Lechfeld im Jahr 955 konnte sie stoppen. Otto I. festigte damit seine Herrschaft und die Magyaren änderten ihre Lebensweise: Sie wurden sesshaft. Das war auch die Grundlage für die Entstehung des Königreichs Ungarn.

Das Gemälde zeigt die drei ungarischen Könige Ladislaus, Emmerich und Stephan I. (von links).[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Gemälde ungarischer Könige

Königreich Ungarn

Am 20. August des Jahres 1000 gründete Stephan I. das Königreich Ungarn. Er war ein Fürst aus der Árpáden-Dynastie, die von Árpád begründet worden war. Er erhob sich zum König, nachdem er vom Papst dafür das Einverständnis geholt hatte. Stephans Vater hatte sich und seinen Sohn taufen lassen, als König führte Stephan nun die Christianisierung in seinem Reich durch. Aus den zuvor heidnischen (nicht-gläubigen) Ungarn wurden also Christen.

Der Mongolensturm 1241/42 verwüstete weite Teile des Landes. Ab 1370 war Ungarn bis 1386 und erneut von 1440 bis 1444 in Personalunion mit Polen verbunden. Immer wieder fielen die Osmanen in Ungarn ein und waren eine stetige Bedrohung.

Das Bild zeigt Matthias Corvinus.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Bild von Matthias Corvinus

Matthias Corvinus

Ab 1448 regierte König Matthias Corvinus. Ungarn wurde in seiner Regierungszeit zu einer politischen Großmacht in Europa. Er war auch König von Kroatien und von Böhmen. 1490 starb Matthias Corvinus ohne Thronfolger. Sein Reich zerfiel. Die polnisch-litauischen Jagiellonen regierten Ungarn und Böhmen nun bis 1526 in Personalunion.

Das Gemälde zeigt die Schlacht bei Mohásc.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Gemälde der Schlacht bei Mohacs

Osmanische Herrschaft

1526 hatten die langen Bemühungen der Osmanen Erfolg: Sie eroberten Ungarn. In der Schlacht bei Mohács erlitten die Ungarn eine vernichtende Niederlage. Der größte Teil Ungarns kam so unter osmanische Herrschaft. Ein kleineres Gebiet im Westen (heute zu Kroatien und der Slowakei gehörend) blieb als Königliches Ungarn erhalten und kam unter habsburgische Herrschaft. Im Osten wurde Siebenbürgen ein Fürstentum, das ebenfalls unter osmanischer Kontrolle stand.

Die Ungarn kapitulierten 1849.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Kapitulation der Ungarn 1849

Herrschaft der österreichischen Habsburger

Erst 1686 konnte die osmanische Herrschaft beendet werden und ganz Ungarn kam nun unter habsburgische Herrschaft. Gegen die harte Herrschaft der österreichischen Habsburger gab es mehrere Aufstände, zum Beispiel 1703 bis 1711. Dieser Aufstand wurde niedergeschlagen. Die Spannungen zwischen dem ungarischen Adel und dem kaiserlichen Hof in Wien blieben bestehen. 1848/49 kam es schließlich zu einer Revolution. Blutig wurde diese unterdrückt, die Anführer flohen oder wurden hingerichtet.

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letzte Aktualisierung am 08.04.2020