Ungarns Flagge Ungarn

In Györ, einer Stadt im Nordwesten von Ungarn, werden Autos von Audi gebaut.[ © Lemon3 / CC BY-SA 3.0 de ]
Audiwerk in Györ

Autos und Maschinen aus Ungarn

Ungarns Wirtschaft ist stark abhängig von mehreren ausländischen Autoherstellern, die in Ungarn produzieren. Dazu gehören Audi, Mercedes und Opel. Der Export dieser Autos und Autoteile sowie von Maschinen und Elektronik macht die Hälfte der gesamten Einnahmen aus dem Export aus. Der wichtigste Handelspartner von Ungarn ist Deutschland. Mehr als ein Viertel der ungarischen Exporte gehen nach Deutschland.

Insgesamt erwirtschaftet die Industrie ein Drittel der gesamten Wirtschaftsleistung. Es gibt auch Fabriken für Lebensmittel, Medikamente und chemische Produkte. Bergbau und metallverarbeitende Industrie ist ebenfalls ansässig. Etwa ein Drittel der Bevölkerung arbeitet auch in der Industrie.

Hier wird Weizen angebaut.[ © Quelle: pixabay.com ]
Weizenfeld in Ungarn

Weizen aus Ungarn

Landwirtschaft trägt nur mit 3,9 Prozent zur Wirtschaft Ungarns bei. Etwa 4,9 Prozent der Menschen sind in diesem Bereich beschäftigt. Angebaut werden vor allem Weizen, Mais, Sonnenblumen, Kartoffeln und Zuckerrüben. An Tieren hält man Schweine, Rinder und Hühner.

Touristen haben einen schönen Aussichtspunkt in Budapest gefunden.[ © Quelle: pixabay.com ]
Touristen in Budapest

Einnahmequelle Tourismus

Budapest und der Plattensee (Balaton) sind Ungarns beliebteste Ziele bei Touristen. Aber auch in die Puszta kommen ausländische Besucher, um sich diese einzigartige Landschaft anzusehen. Verstärkt wirbt Ungarn auch mit seinen 350 Thermalbädern. Rund 15 Millionen Touristen aus dem Ausland kommen jedes Jahr nach Ungarn. 2018 waren es sogar 18 Millionen.

Nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft 1990 hatte Ungarn mit großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen. Auch die Arbeitslosigkeit war hoch. Die Marktwirtschaft löste die Planwirtschaft ab. Seit 2010 hat sich die Wirtschaft erholt. In den letzten Jahren hat sich die Regierung jedoch wieder vermehrt in wirtschaftliche Dinge eingemischt. Reformen wurden durchgeführt und die einheimische Industrie wird mehr gefördert als zuvor. Allerdings bleibt Ungarn für europäische Unternehmen nach wie vor ein beliebter Standort, denn die Steuern dort sind niedrig.

letzte Aktualisierung am 08.04.2020