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Duisburg

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Duisburg - Steckbrief und Stadtporträt

Der Duisburger Hafen ist der größte Binnenhafen Europas. Er liegt an der Mündung der Ruhr in den Rhein.[ © Quelle: pixabay.com ]
Duisburg Hafen
Der Turm in der Mitte ist der Stadtwerketurm. Es ist der Schornstein der Stadtwerke. Er wird nachts grün beleuchtet.[ © Quelle: pixabay.com ]
Duisburg Steckbrief

Duisburg ist die fünftgrößte Stadt in Nordrhein-Westfalen. 498.686 Menschen leben hier (Stand 31.12.2019). Es ist die westlichste Stadt des Ruhrgebietes und eines ihrer Zentren. Die Stadt liegt aber zugleich am Niederrhein.

Duisburg liegt an der Mündung von der Ruhr in den Rhein. Diese günstige Lage machte die Stadt im 19. Jahrhundert zu einem bedeutenden Industriestandort. Der Duisburger Hafen im Stadtteil Ruhrort ist der größte Binnenhafen der Welt. Zentraler Hafenplatz war bis in die 1960er Jahre der Innenhafen. Nachdem der viele Jahre brach lag, setzte ein Strukturwandel ein, sodass man heute Museen, Büros, Wohnhäuser und Gastronomie am Innenhafen findet.

Der größte Teil Duisburgs liegt rechts des Rheins, nur ein Stadtbezirk liegt ganz und einer überwiegend links des Rheins. Die Ruhr teilt die Stadt in ein nördliches und ein südliches Gebiet.

Duisburg ist eingeteilt in sieben Stadtbezirke, die sich noch einmal in 46 Stadtteile gliedern. Duisburg grenzt an Moers, Rheinberg, Dinslaken, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr, Ratingen, Düsseldorf, Meerbusch und Krefeld.

Als ein Wahrzeichen der Stadt gilt die Skulptur Tiger and Turtle - Magic Mountain. Sie ist einer Achterbahn nachempfunden und steht im Angerpark im Süden von Duisburg. Ein weiteres Wahrzeichen ist der Lebensretter-Brunnen der Künstlerin Niki de Saint Phalle, der in der Königstraße in der Innenstadt zu finden ist. Spaßeshalber wird der große, bunte Vogel von den Duisburgern Pleitegeier genannt, in Anspielung auf die schlechte finanzielle Lage der Stadt.

Der alte Industriekran im Landschaftspark Duisburg-Nord wird nachts grün beleuchtet und erinnert an ein Krokodil.[ © Quelle: pixabay.com ]
Duisburg Landschaftspark Nord
Sieht aus wie eine Achterbahn: die Skultur "Tiger and Turtle" im Angerpark von Duisburg.[ © Quelle: pixabay.com ]
Duisburg Wahrzeichen

Was kann man in Duisburg sehen und machen?

Ein ganz besonderer Anziehungspunkt ist der Landschaftspark Duisburg-Nord. Auf einem alten Hüttenwerk ist hier ein toller Park entstanden. Zwischen 1901 und 1985 wurde hier Roheisen vor allem für die Weiterverarbeitung im Stahlwerk von Thyssen produziert. Drei von einst fünf Hochöfen stehen noch und geben dem Park sein spezielles Aussehen. Dazu kommt das „Krokodil“, ein alter Industriekran, der nachts ebenso beleuchtet wird wie die anderen Anlagen. Es gibt Spielplätze und ein Skaterbahn, man kann im alten Erzbunker klettern und im Gasometer tauchen oder vom Hochofen 5 aus auf Duisburg schauen.

Gute Aussichten gibt es auch im Süden der Stadt, nämlich vom Angerpark aus. Auf einer Halde einer 2005 geschlossenen Metallhütte steht hier die Skulptur "Tiger and Turtle – Magic Mountain". Sie sieht aus wie eine Achterbahn und kann bis auf den Looping begangen werden.

Ein weiteres beliebtes Naherholungsgebiet im Duisburger Süden ist die Sechs-Seen-Platte, wo man auch schwimmen und Boot fahren kann. Auf der linken Rheinseite steht am Toeppersee Wasserski hoch im Kurs.

Kinder lieben das Explorado Kindermuseum, das seit 2013 am Innenhafen zu finden ist. Ebenso beliebt ist der Duisburger Zoo. Koalas, Fossas und Delfine sind hier die Attraktionen.

In Duisburg-Bruckhausen produziert ThyssenKrupp Stahl.[ © Quelle: pixabay.com ]
Duisburg Stahl

Was kommt aus Duisburg?

Stahl ist in Duisburg trotz des Strukturwandels das wichtigste Produkt der Stadt. Sieben Hochöfen sind hier noch in Betrieb – die einzigen im ganzen Ruhrgebiet. Duisburg ist das Zentrum der deutschen Stahlindustrie. Die Hälfte des deutschen Roheisens wird hier produziert, außerdem ein Drittel des deutschen Rohstahls. Große hier ansässige Stahlunternehmen sind ThyssenKrupp Stahl, die Hüttenwerke Krupp Mannesmann und Arcelor Mittal.

Kurze Geschichte von Duisburg

Das Bild zeigt Duisburg im Jahr 1647. Die Stadtbefestigung ist gut zu erkennen.[ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Duisburg Geschichte
Duisburg gehörte lange zum Herzogtum Kleve. Findest du die Stadt? Klick zum Vergrößern der Karte![ © Wikimedia, gemeinfrei ]
Duisburg Geschichte Herzogtum Kleve
Die Umweltverschmutzung war vor allem in den 1970er und 1980er Jahren sehr hoch. Es gab mehrfachen Smogalarm.[ © Quelle: pixabay.com ]
Duisburg Geschichte Industrialisierung

Im Jahr 883 wurde Duisburg erstmals als Stadt erwähnt. Der Burgplatz gilt als die Keimzelle der Stadt. Hier hatten die Franken einen Königshof errichtet, der im 10. Jahrhundert zu einer Pfalz ausgebaut wurde. Es gab auch eine Münzstätte. 1120 wurde eine Stadtmauer errichtet. Duisburg war zunächst reichsfreie Stadt, gehörte dann ab 1290 zur Grafschaft Kleve und zwischenzeitlich auch zur Grafschaft Berg, ab Ende des 14. Jahrhunderts wieder zu Kleve. Das bestand seit 1020 als Grafschaft und wurde 1417 zum Herzogtum erhoben.

Mehrfach veränderte der Rhein im Laufe der Zeit sein Bett. Vor allem eine große Rheinverlagerung um das Jahr 1000  veränderte die Landschaft. So lag Ruhrort einst links vom Rhein, nun rechts. Eine Karte dazu findest du unten in der Diaschau. Die Verlagerung des Rheins von der Stadt weg und die langsame Verlandung des toten Rheinarms führte zu einem Niedergang des Handels und der Wirtschaft. Hochwasser führte ebenfalls immer wieder zu Veränderungen, so ging etwa das Dorf Halen 1595 im Rhein unter.

1666 fiel das Herzogtum Kleve und somit auch Duisburg an Brandenburg-Preußen, das 1701 zum Königreich Preußen wurde. Unter Napoleon kam Kleve 1805 unter französische Herrschaft.

Mit dem Ende der französischen Herrschaft kam auch Duisburg 1816 wieder zu Preußen und lag nun in der preußischen Provinz Jülich-Kleve-Berg. 1822 wurde diese dann mit der Provinz Niederrhein zur Rheinprovinz zusammengelegt.

Im 19. Jahrhundert begann die Industrialisierung Fahrt aufzunehmen. Die ersten Zechen öffneten auch in Duisburg, durch die gute Lage an den großen Schifffahrtswegen siedelte sich zudem Industrie an, insbesondere zur Weiterverarbeitung der Kohle, also Kokereien und Stahlwerke.

1903 lebten erstmals mehr als 100.000 Menschen in Duisburg, wodurch die Stadt zur Großstadt wurde. Im Zweiten Weltkrieg gab es zahlreiche Luftangriffe, durch die weite Teile der Stadt zerstört wurden. Der Wiederaufbau erfolgte schnell, die Wirtschaft wuchs rasant unter dem Einfluss von Kohle und Stahl. Das endete mit der Kohlekrise Ende der 1950er Jahre.

Durch mehrere Eingemeindungen, die letzte 1975, wuchs die Stadt weiter und lag damals sogar bei rund 591.000 Menschen. In den 1970er und 1980er Jahren gab es mehrfach Smogalarm. 1993 wurde das Krupp-Stahlwerk in Rheinhausen endgültig geschlossen. Ein Strukturwandel setzte ein, altes Industriegelände wurde neuer Bestimmung zugeführt, etwa im Landschaftspark Nord oder am Innenhafen. Bis 2014 nahm die Einwohnerzahl wieder ab.

Blick über den Landschaftspark Nord[ © Quelle: pixabay.com ]

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letzte Aktualisierung am 08.04.2021