Bangladeschs Flagge Bangladesch

Wo liegt Bangladesch?

Bangladesch liegt im Süden Asiens und grenzt im Süden an den Golf von Bengalen und im Südosten an den Staat Myanmar. Wenn du auf die Karte schaust, siehst du, dass Bangladesch fast völlig von indischen Provinzen umschlossen ist. Fast 4000 Kilometer lang ist die Grenze, die das Land verbindet.

Bangladesch liegt in einem Flussdelta. Drei Flüsse durchziehen dieses Delta: der Ganges, der ebenso durch Indien fließt, der Brahmaputra, der in Tibet entspringt, und die Meghna. Das Mündungsgebiet dieser Flüsse nimmt fast die Hälfte des Landes ein. Sie sind auch sehr wichtige Verkehrswege für die Menschen. Sie transportieren hier nicht nur sich selbst, sondern auch Tiere und Lebensmittel, die sie für den täglichen Gebrauch benötigen.

Manchmal siehst du auch die Schreibweise "Bangladesh", das ist dann die englische Schreibweise von Bangladesch.

Mehr über die wirtschaftliche Lage in Bangladesch erfährst du im Artikel Wirtschaft in Bangladesch.

Hauptstadt Bangladesch

Oft hörst die Frage: Bangladesch Haupgstadt mit fünf Buchstaben. Wer gerne Kreuzworträtsel löst, kommt daran nicht vorbei. Die Antwort ist einfach: Die Hauptstadt von Bangladesch heißt Dhaka.

Dhaka Hauptstadt von Bangladesch hat mehr als 21 Millionen Einwohner

Bangladesh (so die englische Schreibweise) liegt nur sechs Meter über dem Meeresspiegel. Diese Stadt zählt mehr als 21 Millionen Einwohner und wächst immer weiter. Viele Menschen aus dem Land oder Umland ziehen in die Stadt. Die Folge ist, dass der Ausbau der Stadt mit dem Zustrom der Menschen nicht mithalten kann. Es herrscht viel Verkehr und die Luft ist sehr verschmutzt. Neben den Slums befinden sich moderne Hochhäuser und Luxusvillen, das ist die andere Seite von Bangladesch. 

 

Fläche Bangladesch: Wie groß ist Bangladesch?

Bangladesch ist sehr reich an Flüssen. 240 durchziehen das recht kleine Land mit seinen 147.570 Quadratkilometern Gesamtfläche. Es ist damit etwa doppelt so groß wie das Bundesland Bayern. Dennoch ist es sehr dicht besiedelt, denn 163 Millionen Einwohner teilen sich die gesamte Fläche. In Deutschland leben etwa halb so viele Menschen auf einer sehr viel größeren Fläche. Da das Land fast zu einem Drittel nur ganz knapp über dem Meeresspiegel liegt, wird ein Großteil Bangladeschs Jahr für Jahr überschwemmt. Doch der Schlamm ist fruchtbar und düngt die Böden. So ist Bangladesch eine der fruchtbarsten Schwemmlandschaften der Erde.

 

Natur in Bangladesch

Das größte Mangrovengebiet der Welt liegt in Bangladesch. Es handelt sich um einen Nationalpark mit dem Namen Sundarbans. Das liegt in der westlichen Küstenregion Bangladeschs. Die Wurzeln der Mangroven sind sehr fest im Schlick verankert. Dadurch schützen sie sich gegen hohe Flutwellen, die in diesen Regionen häufig sind. Und Fische fühlen sich zwischen den Wurzeln auch sehr wohl. Der größte See des Landes heißt Kaptai-See. Die höchsten Berge liegen im Südosten von Bangladesch und sind im Vergleich mit den Bergen Pakistans sowie Indiens recht niedrig, denn sie erreichen nur eine Höhe von etwa 1000 Metern.

Wie ist das Wetter in Bangladesch?

Das ganze Jahr über fallen Niederschläge, besonders zur Monsun-Zeit von April bis Oktober. Die Luftfeuchtigkeit steigt hier manchmal bis auf 95 Prozent. Insgesamt ist das Klima subtropisch-feucht. Die Sommer sind schwül und es fällt sehr viel Regen. In der Sommerzeit wird es sehr heiß, die Temperaturen erreichen bis zu 40 Grad oder sogar noch mehr. Aufgrund des starken Regens kommt es oft zu Überschwemmungen, auch Zyklone sind nicht selten. Der Winter dauert von November bis März und zu dieser Zeit ist die Luftfeuchtigkeit angenehmer und erreicht um die 65 Prozent.

Die Niederschläge erhöhen sich von West nach Ost. Vor allem an den Tripura-Lushai-Bergen im Osten Bangladeschs fallen bis zu 4000 Millimeter Regen im Jahr. Man unterscheidet drei Jahreszeiten. Von Ende Mai bis Anfang Oktober ist die Zeit des Monsuns, der eben sehr viel Regen bringt. In der Zeit von Ende Oktober bis Ende Februar herrschen kühlere Temperaturen vor. Besonders heiß wird es zwischen Mitte März und Mitte Mai. Dann kann in diesem regenreichen Land wieder Dürre herrschen, weil es keine Niederschläge gibt.

Übrigens!

Ursprünglich gehörte Bangladesch zu Pakistan und lag im Osten des Landes. Doch 1971 gab es einen Krieg und Bangladesch wurde unabhängig von Pakistan. Es ist eine parlamentarische Republik.

Zwischen den Extremen

Man hat die letzten Jahre viel Geld in den Ausbau der Infrastruktur Bangladeschs gesteckt und Straßen und weitere Verkehrswege ausgebaut. Doch aufgrund der Naturkatastrophen, vor allem den schlimmen Überschwemmungen, geht immer wieder sehr viel kaputt. So sind die Straßen auf dem Land auch ein Risiko für die Sicherheit der Autofahrer. Oft stehen ganze Landstriche unter Wasser. Neben den Fluten gibt es immer wieder Dürrekatastrophen.

letzte Aktualisierung am 07.10.2020