Kongo, Republiks Flagge Kongo, Republik

Erdöl macht nicht reich

Erdölförderung bringt dem Volk keinen Reichtum.[ © Quelle: pixabay.com ]
Erdölförderung auf einer Bohrplattform

Erdöl spielt für die Wirtschaft der Republik Kongo eine wichtige Rolle. Erdöl erwirtschaftet nämlich 90 Prozent aus dem Export, dem Verkauf von Waren ins Ausland. Allerdings gehören die Firmen, die das Erdöl fördern, ausländischen Firmen und sehr viele Arbeitsplätze werden durch die Förderung auch nicht geschaffen. Die Bevölkerung hat also nicht viel von dem Erdöl. Im Gegenteil: Mehr als ein Drittel der Bevölkerung ist arbeitslos und 37 Prozent leben unterhalb der internationalen Armutsgrenze.

Gefördert werden auch Erdgas und Eisenerz. Holz wird geschlagen und weiterverarbeitet. Die Holzindustrie ist der zweitwichtigste Wirtschaftszweig.

Maniok ist in der Republik Kongo ein Grundnahrungsmittel.[ © Quelle: pixabay.com ]
Maniokknollen

Landwirtschaft auch nicht...

Während die Industrie der gesamten Wirtschaft 51 Prozent einbringt, schafft die Landwirtschaft nur 9,3 Prozent. Dabei arbeiten 35 Prozent der Menschen in der Landwirtschaft! Die meisten Bauern haben aber nur wenig Land. Sie bauen darauf Nahrungsmittel für die eigene Ernte an und nur kleine Überschüsse werden dann auf dem Markt verkauft.

Angebaut werden vor allem Maniok, Reis, Mais, Erdnüsse und Bananen. Für Zuckerrohr, Kaffee und Kakao gibt es auch größeren Plantagen. Für Maniok ist die Republik Kongo sogar der fünftgrößte Produzent der Welt.

letzte Aktualisierung am 08.05.2020