Algeriens Flagge Algerien

In Oran, der zweitgrößten Stadt Algeriens, befindet sich viel Industrie. Erdgas wird von hier exportiert.[ © Maya-Anaïs Yataghène / CC BY-2.0 ]
Oran

Erdgas und Erdöl

Algeriens Wirtschaft beruht vor allem auf der Förderung von Erdgas und Erdöl. Einnahmen des Staates aus dem Export stammen fast ausschließlich aus diesem Bereich. Für die gesamte Wirtschaft erbringen sie 30 Prozent.

Algerien hat noch große Fördermengen im Boden liegen. Das Land besitzt die zehntgrößten Reserven für Erdgas und steht bei Erdöl an 16. Stelle. Für Erdgas ist Algerien unter den zehn größten Exporteuren der Welt. Durch Algerien führen große Pipelines, die das Erdgas und das Erdöl zum Beispiel nach Oran transportieren, von wo es verschifft wird.

Industrie in Oran[ © Maya-Anaïs Yataghène / CC BY-2.0 ]
Industrie in Oran

Industrie

Industrie trägt zu 39,3 Prozent zur gesamten Wirtschaft bei. Dort werden das Erdöl und das Erdgas weiter verarbeitet. Daneben wird aber auch Metall verarbeitet, Zucker und Speiseöl werden raffiniert, Düngemittel und Baustoffe hergestellt. Gefördert werden außerdem Eisen, Blei, Kupfer, Zink, Quecksilber und Phosphate.

Landwirtschaft

Dieses Weizenfeld befindet sich bei Guelma im Nordosten von Algerien.[ © Bouhezam Mohamed Amine / CC BY-SA 4.0 ]
Weizenfeld bei Guelma

Zur gesamten Wirtschaft trägt die Landwirtschaft zu etwa 13,3 Prozent bei. Nur im Norden kann sie jedoch wirtschaftlich betrieben werden. Weizen, Gerste und Hafer gehören zu den Getreidesorten, die angebaut werden. Dazu kommen Weintrauben, Oliven, Feigen und Zitrusfrüchte.

In den Oasen der Sahara werden vor allem Datteln geerntet. Es gibt in Algerien immerhin 15 Millionen Dattelpalmen! Außerdem findest du Schafe und Rinder. Sie werden häufig von Nomaden gehalten, die mit ihrem Vieh umherziehen. Das geschieht vor allem im Hochland der Schotts und in der nördlichen Sahara.

Probleme der algerischen Wirtschaft

Auch Béjaïa ist eine Hafenstadt mit viel Industrie.[ © PhR61 / CC BY-2.0 ]
Hafen von Béjaïa

Obwohl Algeriens Wirtschaft insgesamt nicht schlecht dasteht, gibt es einige Probleme. Dazu gehört, dass die Wirtschaft sehr einseitig ausgerichtet ist. Fallen aber Erdöl- und Erdgaspreise, bricht schnell alles zusammen.

Ein anderes Problem ist die hohe Arbeitslosigkeit. Durch hohe Geburtenraten gibt es sehr viele junge Menschen, für die dann keine Arbeit da ist. Die Arbeitslosigkeit liegt bei elf Prozent, unter jungen Leuten aber sogar bei 21 Prozent.

Der Tourismus, der für viele Länder am Mittelmeer eine gute Einnahmequelle bietet, ist in Algerien nicht so weit entwickelt wie etwa in den Nachbarländern Marokko oder Tunesien. Etwa 2,3 Millionen Touristen kommen jährlich nach Algerien (gegenüber zehn Millionen in Marokko und sechs Millionen in Tunesien).

letzte Aktualisierung am 28.04.2020