Perus Flagge Peru

Drei Mädchen in Ollantaytambo, Peru[ © Rod Waddington / CC BY-SA 2.0 ]
Drei Mädchen in Ollantaytambo

Peru - ein armes Land

Peru ist ein armes Land. Ein Viertel der Einwohner gilt als arm. 4 Prozent der Bevölkerung lebt sogar in extremer Armut. Unter den Indios und auf dem Land ist der Anteil noch weitaus höher. In Lima gibt es jedoch auch große Elendsviertel, die am Rande der Stadt entstanden sind. In armen Familien bekommen die Kinder nicht genug zu essen. Ihre Entwicklung bleibt dadurch zurück. Wird das Kind krank, können sich die Familien keinen Arzt und keine Medikamente leisten. Armut führt aber auch dazu, dass Kinder gezwungen werden zu arbeiten.

[ © Quelle: pixabay.com ]

Straßenkinder in Peru

Es gibt auch viele Kinder, die auf der Straße leben. Manche Kinder laufen fort, weil sie zu Hause geschlagen werden, andere hoffen, der Armut so entkommen zu können. Doch das stimmt natürlich nicht. Straßenkinder müssen arbeiten, sie betteln, sie nehmen Drogen und viele sind krank. Allein in Lima sollen 20.000 Kinder auf der Straße leben.

Mädchen aus Peru mit einem Alpaka[ © Donkeet / CC BY-SA 3.0 ]
Mädchen aus Peru mit Alpaka

Kinderarbeit

34 Prozent der Kinder in Peru zwischen 5 und 14 Jahren arbeiten (31 Prozent der Jungen und 36 Prozent der Mädchen). Das ist sehr, sehr viel! Manche Kinder arbeiten vor und nach der Schule, andere gehen gar nicht zur Schule und arbeiten den ganzen Tag.

Manche verkaufen Obst auf dem Markt, andere helfen bei der Ernte von Reis, Zuckerrohr, Baumwolle oder Kaffee. Peru ist das größte Anbaugebiet für Koka-Pflanzen, auf deren Plantagen auch Kinder eingesetzt werden. Jungen fischen, Mädchen schuften als Hausangestellte wohlhabender Familien. In den Städten putzen sie Schuhe oder waschen Wagen. Sie arbeiten auch in Goldminen und Ziegeleien.

 

 

Kindernamen in Peru

Jungen heißen in Peru oft Luis, Alberto, Edgar, Martín, Alejandro, Jorge oder Daniel. Das „j“ in Alejandro spricht man wie das „ch“ in Dach. Häufige Mädchennamen sind Elisabeth, Rosa, Carmen, María, Patricia, Daniela und Adriana. Spanische Nachnamen wie Flores, Sánchez, Rodríguez oder García sind am weitesten verbreitet. Doch auch Namen aus der Quechua-Sprache wie Quispe und Huamán gibt es. Aus dem Aymara stammt der Name Mamani. Jedes Kind erhält zwei Nachnamen: den des Vaters und den der Mutter. Auch bei den Vornamen werden oft zwei gewählt.

In diesem Video siehst du Kinder, die in Peru leben.

Video: Kinder aus Peru

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letzte Aktualisierung am 24.04.2020