Perus Flagge Peru

Essen in Peru[ © liquen / CC BY 2.0 ]
Essen in Peru

Was isst man in Peru?

Schon seit vielen Jahrhunderten werden im Gebiet des heutigen Peru Bohnen, Kürbisse, Erdnüsse, Mais, Avocados und Kartoffeln angebaut. Die Indios hielten schon damals Meerschweinchen, um sie zu essen. An den Küsten wurde gefischt. Diese alten Traditionen haben sich bewahrt, dazu kamen die spanischen Einflüsse aus der Kolonialzeit. Die  Spanier brachten zum Beispiel Weizen, Reis und Zwiebeln nach Südamerika, aber auch zahlreiche Rezepte für Eintöpfe.

Gerne isst man Kartoffeln als Papas huancainas: Kartoffeln mit Käsesoße.[ © Nsegard / CC BY-SA 3.0 ]
Papas huancainas: Kartoffeln mit Käsesoße

Die Kartoffel kommt aus Peru

Ob die Kartoffel ursprünglich aus Peru oder doch aus Chile stammt, lässt sich wohl nicht mehr klären. Erwiesen ist aber, dass die Kartoffel schon vor mehreren Jahrtausenden als Wildform in den peruanischen Anden vorkam. Unzählige Sorten werden noch heute angebaut. Man schätzt, dass in Peru 3000 Kartoffelsorten wachsen!

Hier wird Pachamanca zubereitet.[ © Javi270270 / CC BY-SA 3.0 ]
Pachamanca

Was ist Pachamanca?

Ein sehr altes Gericht ist Pachamanca. Zutaten sind Fleischstücke mehrerer Sorten (zum Beispiel Lamm, Meerschweinchen und Schwein) sowie Kartoffeln und andere Wurzelgemüse wie Süßkartoffeln oder Maniok, außerdem Bohnen. Alle Zutaten werden in ein Maisblatt gewickelt. Diese Päckchen garen dann in einem Erdofen. Um ihn zu bauen erhitzt man Steine im Feuer und schichtet sie zu einer Pyramide, in deren Mitte das Essen kommt. Drumherum kommt dann Erde und darin gart das Ganze. Die Zubereitung ist also aufwendig und wird vor allem bei Festessen angewendet.

Gegrilltes Meerschweinchen[ © Jorge Gobbi / CC BY 2.0 ]
Gegrilltes Meerschweinchen

Eine peruanische Spezialität: Meerschweinchen

Das Meerschweinchen wurde schon vor langer Zeit von den Indios als schmackhafte Nahrung entdeckt. Es ist wie für uns Hühnerfleisch. Das Cuy, wie es hier heißt, wird am liebsten gegrillt oder gebraten verspeist. Gewürzt, gebraten in einer Pfanne und mit einem Stein beschwert, wird die Zubereitung Cuy chactado genannt. Serviert wird es meist als Ganzes, mit Kopf. Dazu isst man Kartoffeln und Bohnen und es gibt eine Soße namens Salsa criolla.

So sehen Olluco-Knollen aus. Ein bisschen wie Kartoffeln, oder?[ © Nzfauna / CC BY-SA 3.0 ]
Olluco

Kennst du...?

So manche Zutat der peruanischen Küste ist in Europa unbekannt. Oder hast du schon einmal von Olluco gehört? Ihre Wurzelknollen essen Peruaner gerne mit Trockenfleisch (charqui), etwa vom Lama oder Rind. Auch die Maca- und die Yacón-Pflanze bringen essbare Knollen hervor.

Quinoa wird in den Anden angebaut. Die senfkorngroßen Samen kann man wie Getreide verwenden. Cherimoya ist hingegen wie Lúcuma und Cocona eine Frucht, die seltsam aussieht, aber lecker schmeckt.

Inca Kola ist gelb![ © Markus Leupold-Löwenthal / CC BY-SA 3.0 ]
Inca Kola

Getränke: Chicha und Inca Kola

Ein beliebtes Getränk bei peruanischen Kindern ist Chicha morada (sprich: Tschitscha morada). Es wird aus einer bestimmten lilafarbenen Maissorte (maíz morada) hergestellt. Der Mais wird etwa eine Stunde lang in Wasser gekocht, bis das Wasser lila ist. In das Wasser gibt man noch Schale von Ananas und Äpfeln. Gewürzt wird mit Zimt, dazu kommen Zucker und Zitronensaft. Serviert wird es kühl und gerne mit Apfelstückchen darin.

Cola mögen die peruanischen Kinder auch. Hier gibt es aber eine ganz besondere Sorte: die Inca Kola. Sie wird in Peru mehr getrunken als Coca-Cola. Inca Kola ist übrigens gelblich. Ihren typischen Geschmack erhält sie vom Zitronenstrauch.

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letzte Aktualisierung am 24.04.2020